Die Insolvenz von Wagner Solar ist keine gewöhnliche Pleite

28. April 2014 | Karl-Heinz Remmers

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Die Insolvenzmeldung von Wagner & Co hat mich in all den Umwälzungen und Unternehmenspleiten der vergangenen Jahre dann doch sehr geschockt. Denn obwohl Wagner Solar - wie viele von uns - mit dem dramatischen Markteinbruch in Deutschland kämpft, bin ich davon ausgegangen, dass gerade Wagner Solar es ohne Insolvenz schaffen würde. Schließlich gab es Wagner Solar schon als ich noch zur Grundschule ging und die Kollegen haben in harten Zeiten eine tolle Firma aufgebaut – ohne sie wäre die Solartechnik in Deutschland nicht, wo wir heute sind. Denn nach der Gründung 1979 haben die „Wagners“ mehr gemacht, als nur Solarkollektoren zu basteln und zu verkaufen, oder Photovoltaik-Anlagen für die wenigen Kunden in Deutschland oder der Welt zu machen. Oder auch die lange Jahre gepflegte Regenwassernutzung zu propagieren. Nein, sie haben neben einer kollektiven Unternehmensstruktur, über die man natürlich immer geteilter Meinung war, Bücher über Solartechnik geschrieben und diese in zehntausenden von Exemplaren unter die Leute gebracht und damit sehr viel Basisarbeit gemacht. 1998 haben sie dann mit dem ersten Passivbürogebäude erneut einen Meilenstein gesetzt und auch sehr lange an dem kollektiven Modell festgehalten. Und in all den Jahren, wo man von Photovoltaik nun wirklich nicht leben konnte, hat der Solarthermiebereich dort den Photovoltaik-Bereich immer weiter mitgetragen. Von den Kollegen dort habe ich persönlich viel über Solartechnik gelernt. Die ersten Kollektoren, die ich 1992 verbaut habe, stammten dann auch aus einer Lizenzfertigung von Wagner Solar (UFE Solar). Unsere Montageanleitung war das Solarthermiebuch von Wagner Solar. Darum tut es weh, nun zu sehen, dass diese wirklich von der Sache getriebene Firma die Kurve zur nächsten Stufe der Entwicklung im Solarbereich nicht gekriegt hat. Es ist zu hoffen, dass zumindest große Teile des Unternehmens im Rahmen der Insolvenz fortgeführt werden können.

In der Folge der Insolvenz haben verschiedene Akteure darauf hingewiesen dass diese Insolvenz einmal mehr zeigt, wie dramatisch die Solarkrise in Deutschland ist. Auch ich sehe die Insolvenz eines der wichtiges Pionierunternehmen in Deutschland als ein drastischen Zeichen für das Fallenlassen der Branche von Seiten der Politik und für die Verlogenheit rund im die Energiewende. Klar, niemand kann einen Dauerboom erwarten. Aber wir können schon erwarten, dass es endlich eine Industriepolitik in Deutschland gibt - auch für die erneuerbaren Energien. Und das man versteht, dass selbst sehr sturmerprobte und widerstandsfähige Unternehmen mit breiterem Produktprogramm in die Pleite rappeln, wenn man eben keine Idee hat zumindest Kerne bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Die Verlogenheit bei der Energiewende zeigt sich bei Wagner Solar in doppelter Weise: Das Unternehmen war immer stark in der Solarthermie. Und sowohl Solarthermie als auch erneuerbare Wärme kommen kaum vom Fleck, denn hier gibt zwar seit über einem Jahrzehnt das Marktanreizprogramm, aber eben keine konsistente, massiv darüber hinausgehende Strategie wie denn aus den wenigen Produzenten an erneuerbarer Wärme (das Gros davon Bioenergie) mal endlich eine starke Säule der Energieversorgung werden soll. Ja, daran ist auch die Wärmebranche schuld, aber ein echtes Wärmegesetz, vergleichbar mit der Durchschlagskraft des EEG gab es nie. Und daher ist der Solarthermiemarkt eben auch kein Umfeld, in dem ein Unternehmen mit guten Produkten, langer Tradition und einem guten Ruf überleben kann.

Auch wenn sich diese grausame Selbstgefälligkeit über Deutschland gelegt hat, das Gros der Menschen in Umfragen mit der Großen Koalition zufrieden ist und sich bloß nichts ändern soll (was natürlich eine gefährliche Illusion ist), müssen diese Zusammenhänge in Medien und Politik von uns immer wieder aufgezeigt werden. Auch mit dem Hinweis, dass diese Planlosigkeit in der Energiewende zu viel Porzellan auf mittlerweile allen Seiten zerschlägt. Denn dass die Energiewende in voller Konsequenz schneller denn je umgesetzt werden muss, zeigen die extremen Spannungen mit Russland in diesen Tagen. Quasi über Nacht ist hier der kalte Krieg zurückgekehrt, diesmal werden aber die russischen Waffen mit unserem Geld aus den horrenden Öl- und Gasrechnungen gezahlt. Neben dem Ressourcenverbrauch und dem Klimaschutz geht es bei den erneuerbaren Energien eben auch um die Verminderung von Abhängigkeiten - was auch immer eines der Ziele von Wagner Solar war und hoffentlich dann auch in einer Weiterführung ist.

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Karl Witek aus Essligen

Dienstag, 15.12.2015 19:01

Ich kann Ihnen nur zustimmen, auch ich musste meinen Solarbetrieb schliessen.Die qualitativ hochwertigen Wagner Solaranlagen konnten nicht mehr an den Mann gebracht werden. Nach der Finanzkrise 2009 ging [...]

Jörg Kraus aus Westerkappeln

Montag, 01.09.2014 13:15

Das kann nicht sein! ! ! Eine Firma mit jahrzehntelanger Erfahrung mit Solarwärme- und Solarstrom-Produkten in hervorragender Qualität fällt der unstetigen Entwicklung in diesen Bereichen zum Opfer. Viele [...]

Klaus-Dieter Schoo aus Mannheim

Montag, 09.06.2014 12:55

Ich möchte nur daran erinnern, dass die Solartechnik in der Stiftung Warentest s.Zt. mit herrausragenden Noten beurteilt wurde. Ich habe daraufhin das Solarpaktet RF 1440AR, Baujahr 2006 auf meinem Haus [...]

Klaus von der Gathen aus Wuppertal

Donnerstag, 01.05.2014 15:36

Die Menschen, die heute diese Entscheidungen fällen, sind nicht die Menschen, die morgen mit den Konsequenzen des Klimawandels leben müssen. Leider! Würde Frau Merkel auf einer kleinen Insel leben müssen [...]

Thomas Königstein aus Hohenstein | http://www.energie-bildung.de

Mittwoch, 30.04.2014 19:16

Das ist ein Schock und unglaublich! Ich kenne Wagner auch fast seit den Anfängen und kann Herrn Remmers in allen Punkten nur zustimmen. Übrigens ist der Einbruch nicht nur in Deutschland festzustellen. [...]

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Kommentare 1 - 15 von 15

Karl Witek aus Essligen

Dienstag, 15.12.2015 19:01

Ich kann Ihnen nur zustimmen, auch ich musste meinen Solarbetrieb schliessen.Die qualitativ hochwertigen Wagner Solaranlagen konnten nicht mehr an den Mann gebracht werden. Nach der Finanzkrise 2009 ging es radikal bergab und seit der "politischen" Energiewende ist die Solarthermie tot. Der Kunde kauft lieber eine Wärmepumpe.Der subventionierte Wärmepumpenstrom gaukelt Ihm eine kostengünstige Lösung für die Zukunft vor. Meines Erachtens eine Lüge wie die großmaulige Energiewende. Es geht nicht ums Energiesparen, es ist lediglich Wende auf andere Energieträger die bezahlt werden müssen. Es macht keinen Unterschied ob wir von Öl oder Strom abhängig sind. Von der Sonne sind wir unabhängig. Das will die Politik und Industrie allerdings nicht.Auch die Emmissionen interessieren scheinbar niemanden mehr. Wie einfach diese zu manipulieren sind hat uns Volkswagen gezeigt.
Armes Deutschland, waren es doch mal Vorreiter in Sachen alternativer Energien!

Jörg Kraus aus Westerkappeln

Montag, 01.09.2014 13:15

Das kann nicht sein! ! !
Eine Firma mit jahrzehntelanger Erfahrung mit Solarwärme- und Solarstrom-Produkten in
hervorragender Qualität fällt der unstetigen Entwicklung in diesen Bereichen zum Opfer.
Viele Arbeitsplätze wurden im Laufe von Jahrzehnten geschaffen und sind nun in Gefahr.
Dies Entwicklung ist wohl größtenteils der Politik zuzuschreiben.
Schade, denn gerade hier war Deutschland lange Zeit technologisch führend und hätte
auch gute Exportchancen gehabt.
So verlieren wir also wieder eine ganze Sparte an die Asiaten!
Fazit: Deutschland und Europa sägt langfristig an dem Ast auf dem wir alle sitzen!

Klaus-Dieter Schoo aus Mannheim

Montag, 09.06.2014 12:55

Ich möchte nur daran erinnern, dass die Solartechnik in der Stiftung Warentest s.Zt. mit herrausragenden Noten beurteilt wurde. Ich habe daraufhin das Solarpaktet RF 1440AR, Baujahr 2006 auf meinem Haus im Odenwald installieren lassen. Eine Anlage ohne Probleme; jetzt scheint wohl ein Temperaturfühler ausgefallen sein.
Auch der Service vs. Mitarbeiter war in der Vergangenheit vorbildlich.

Klaus von der Gathen aus Wuppertal

Donnerstag, 01.05.2014 15:36

Die Menschen, die heute diese Entscheidungen fällen, sind nicht die Menschen, die morgen mit den Konsequenzen des Klimawandels leben müssen. Leider! Würde Frau Merkel auf einer kleinen Insel leben müssen und der steigende Meeresspiegel würde ihren Lebensraum reduzieren, sähe ihre Strategie ganz anders aus.

Thomas Königstein aus Hohenstein | http://www.energie-bildung.de

Mittwoch, 30.04.2014 19:16

Das ist ein Schock und unglaublich! Ich kenne Wagner auch fast seit den Anfängen und kann Herrn Remmers in allen Punkten nur zustimmen. Übrigens ist der Einbruch nicht nur in Deutschland festzustellen. Ich unterrichte aktuell in Südtirol (Italien) eine Meisterklasse Heizungsbauer im Fach Solarthermie über 136 Stunden. Bei den Teilnehmern ist der Frust auch groß, weil kaum noch Anlagen verkauft werden. Kernaussage: Die Dachfläche gibt's halt nur einmal, und da bauen die Leute lieber eine Fotovoltaikanlage!
Die Politik ist tatsächlich mehr denn je gefordert, doch bei den derzeitigen Konstellationen habe ich weder in Italien noch beim Superkohleminister Gabriel Hoffnung.
Mit Grüßen aus dem sonnigen Italien, Thomas Königstein

Willi Harhammer aus Weissenohe | http://www.ikratos.de

Dienstag, 29.04.2014 21:49

... jahrelang schaue ich das Auf und Ab der Solarbranche mit immer wieder gemischten Gefühlen an. Als Unternehmer mit immer wieder neuen Ideen und guter Aubildung in den Bereichen Elektro- Wärmepumpen und Haus- und Gebäudetechnik kann man das Spektrum der Erneuerbaren Energien etwas umfangreicher handwerklich darstellen. Trotzdem nch Röttgen Altmaier und jetzt Gabriel habe ich immer wieder ein Fünkchen Zukunft für die PV Branche gesehen. Mittlerweile sehe ich jedoch keine Zukunft zur Existenzerhaltung für Betriebe in diesem Bereich, außer man macht die one man show oder dergleichen. Die Branche hat in der Kürze der Zeit keine eigene Lobby gebildet (außer der Solarworld Chef Asbeck-wahrscheinlich mit staatlich finanziertem Rückhalt)Liebe PV Installateure des Handwerks, ihr habt das sicher nicht bekommen! Wir hatten es mal in der Hand ... Gabriel, die Medien und Co sorgen allerdings für "bad news" um wirklich die letzte Blüte der Branche auszulöschen. Besser wirds jedenfalls nicht und einer aus der Branche sollte das mal dem Gabriel mal unverblümt erzählen ... gerne kann ich das auch tun ! Wer sorgt für ein Date mit dem Unweltminister ?

Wolfgang Rehm aus Garching | http://www.raycap.de

Dienstag, 29.04.2014 12:03

Wirtschaftlich zwar nur indirekt betroffen, persönlich aber empört darüber, dass Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und das Engagement, unsere Welt besser zu machen dermaßen regelrecht boykottiert wird. Wir haben keine zweite Erde in Reserve! Die Weiterentwicklung von Konzepten zur regenerativen, umweltfreundlichen Energiegewinnung ist langfristig unsere einzige Chance, auch folgenden Generationen ein lebenswertes Dasein auf diesem unersetzbaren Planeten zu ermöglichen. Es geht ja nicht nur um die begrenzten und damit immer teurer werdenen Ressourcen an fossilen Energieträgern sondern auch um die damit verbundenen Umweltbelastungen durch Strahlung und Luftbelastung! Politiker, die diese Verantwortung nicht mittragen, gehören abgewählt, denn das ist eine ihrer (und unserer) wichtigsten, langfristigen Aufgaben!

Marcus Merkel aus Groß Gerau | http://WWW.Wattladen.de

Dienstag, 29.04.2014 10:53

2009 lernte ich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel persönlich als Vertriebsleiter bei der Ralos Solar GmbH kennen. Dieses Unternehmen ist bereits auch insolvent und damals erzählte uns der Minister von seinem Wahlkreis und der nicht lösbaren Problematik des Atom-Zwischenlagers Asse. Die Asse ist in seinem Wahlkreis beheimatet und somit kennt er ( angeblich ) die Sorgen der Bürger vor Ort. Wir haben ihm seine überzeugende Art für die Energiewende in Deutschland einzustehen abgenommen. Somit ist es mehr als verwunderlich welchen Wendeminister wir nun als Energieminister erleben. Zurück zur Kohle und nach mir die Sintflut in Sachen EEG. Es ist echt unglaublich welche Klientelpolitik die GROKO betreibt. Man dachte eigentlich das es nach Rösler nur besser werden kann aber was nun geschieht ist eine bewusste Demontage der erneuerbaren Energien in Deutschland. Herrmann Scheer würde sich im Grabe umdrehen ! Eine Agbabe auf eigen verbrauchten PV-Strom bei Anlagen größer 10 kWp einführen zu wollen ist der Gipfel und zeigt welche Wertschätzung die Photovoltaik in Deutschland genießt. Genau dafür würde doch das EEG eingeführt damit es ohne Förderung funktioniert und jetzt wo man diesen Punkt erreicht hat, läßt man sich eine Abgabe für eigen verbrauchten Strom einfallen nachdem ab 2009 - Ende 2011 noch eigen verbrauchter Strom bezuschusst wurde. Daran sieht man mit welcher Planlosigkeit dieses Gesetz novelliert werden soll.

Franz Wagner aus Portugal | http://www.ffsolar.com

Dienstag, 29.04.2014 10:41

nach 25 Jahren Solar-Kampf in Portugal bin ich auch immer noch Erschrocken wie die Alternativen
mit Lässiger Ignoranz Europaweit Politisch mit den Füßen getreten wird, ob wohl jeder weiß das wir was ändern müssen. "Systemfehler"????
Zu unseren Kollegen Wagner&Solar,wir drücken euch die Daumen,wir glauben an Nachhaltigkeit,Qualität und Service, das wird schon wieder.
Alles gute.
Sonnige Grüße
Das FFSolar team

Thomas Mayer aus Schwabhausen

Dienstag, 29.04.2014 10:41

Zum Beitrag von Herrn Gerald Pesch aus Bei Aachen (Anmerkung der Redaktion: Der als unsachlich einzustufende Kommentar von Gerald Pesch ist nachträglich entfernt worden.)

Bezüglich Zufallsstrom aus Sonne und Wind in Verbindung mit der Jahresdauerlinie bitte ich höflich nicht nur auf die Jahresdauerlinie zu schauen, das ist von der Wand bis zur Tapete gedacht. Sonne und Wind gibt es schon vor der Menschheit und wird es vielleicht auch noch nach der Menschheit geben. Kohle, Öl, Gas und andere endliche Ressourcen wird es in der Form wie wir sie bis jetzt kennen aus erdgeschichtlicher Sicht nur einen Wimpernschlag lang geben.
Ich bin überzeugt, dass unsere Ingenieure , Techniker, Handwerker und Tüftler anhand von z. B. Energieeffizienz und Speichertechnologien die Tages- und Jahresschwankungen ausgleichen können. Man muss sie nur Unterstützen und machen lassen, aber nicht ausbremsen.

Thomas Mayer aus Schwabhausen

Dienstag, 29.04.2014 10:25

Die Insolvenzmeldung von Wagner & Co. bricht mir das Herz und treibt mir Tränen in die Augen. Wagner & Co. hat mich mit seinen Visionen sehr inspiriert und heute noch steht das Buch von 1993 „ So baue ich eine Solaranlage, Technik, Planung und Montage“ bei mir im Regal. Mit Bauteilen von Wagner & Co wie Regenwasserfilter etc. habe ich 1991 meine erste Regenwasseranlage vor Thermie und PV verbaut. LG Tom
Geschockt bin ich auch, weil mit einer unverschämten Arroganz die erneuerbaren Energien quasi ignoriert werden. Ich hoffe nur, dass mich meine zukünftigen Enkel nicht so fragen müssen wie ich meinen Opa gefragt habe: „Opa habt Ihr das damals nicht gewusst“?

Susanne Cramm-Bonabi aus 31246 Lahstedt

Dienstag, 29.04.2014 10:02

Vielen Dank für Ihren Blog, Herr Remmers! Auch mich als langjährigen Kunden der Fa. Wagner stimmt die Insolvenz ausgerechnet dieses Solarpioniers sehr traurig und auch zornig, ist sie doch ein Symbol für eine verfehlte Wirtschafts- und Energiepolitik, bei der weniger die Interessen der Bevölkerung als Einzelinteressen weniger Konzerne Einfluss haben und innovative Konzepte aus kurzfristigem Kalkül arglos gegen die Wand gefahren werden. Volkswirtschaftlich verantwortliches Handeln sieht anders aus...

Sandra Henning aus Hamburg | http://www.energie-experten.org

Dienstag, 29.04.2014 09:55

Sehr guter Artikel, der den "Nagel auf den Kopf" trifft. Wieso die Politik beim Aussterben einer gesamten Branche immer noch tatenlos zuguckt und sogar tatkräftig mithilft, ist einer der größten wirtschaftspolitischen Skandale der letzten 10 Jahre. Denn hier geht nicht nur ein riesiges Zukunftspotenzial des Wirtschaftsstandortes Deutschland verloren, sondern letztlich wird hier auch mit den in den Aufbau dieser Branche investierten Steuergeldern mehr als fahrlässig umgegangen.

Thomas Genschorek aus 09131 Chemnitz

Montag, 28.04.2014 18:11

Auch mich stimmt der fortschreitende Niedergang der Solarwärmebranche traurig. Ich habe seit 1995 aktiv Solarwärmeanlagen und später auch Solarstrom verkauft und dazu unzählige Endverwender auf vielen Solarinfoabenden informiert. Die Krise und der Marktrückgang von 55 % in der Solarwärme seit 2009 ist hauptsächlich der negativen Berichterstattung über das EEG geschuldet. Bei einem Oelpreis von konstant über 80 Cent und gleichen guten Förderbedingungen müsste die Solarwärmebranche weiterhin boomen. Ich denke und hoffe, dass es zur Erholung und wiederbelebung noch 2 bis 3 Jahre dauern wird. Für viele Unternehmen leider eine zu lange Zeit. Mit sonnigen Grüßen T.G.

Karsten Tent aus Izmir

Montag, 28.04.2014 12:58

Danke Kalle, schön zu sehen, dass noch die alten und wahren Werte geschätzt werden. Es geht ja nicht alleine um das Geschäft sondern darum, wirklich etwas zu änderen. Das war immer unser Antrieb. Wir versuchen es gerade im Namen von Wagner aus der Türkei heraus..

Karsten und Sabine

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