Yingli soll Produktion gestoppt haben

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Zwei unabhängige Quellen haben pv magazine berichtet, dass der chinesische Photovoltaik-Hersteller seine Produktion unterbrochen hat. Yingli selbst weist dies zurück.

Fabrik von Yingli in China

Derzeit gibt es unterschiedliche Berichte, ob Yingli noch produziert oder nicht.
Foto: Yingli Green Energy Holding Company Ltd

Der Fluch der führende chinesische Photovoltaik-Hersteller aus China zu sein hat anscheinend das zweiten Mal zugeschlagen. Es gibt Berichte, dass Yingli Green Energy seine Produktion gestoppt hat, nachdem die Gespräche mit den Gläubigern abgebrochen werden mussten. Die bestätigten zwei unabhängige Quellen pv magazine.

Die Besorgnis über Yinglis enorme Schuldenlast ist in den vergangenen Monaten weiter gewachsen. Nun scheint sie auch die Produktion des chinesischen Herstellers zu gefährden. Bereits nach der Ankündigung vor einigen Wochen, dass Yingli seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Schuldnern wohl nicht nachkommen kann, gab es Spekulationen, dass die Existenz des Unternehmens gefährdet sei. Die jetzigen Berichte über die vorübergehende Aussetzung der Produktion von Solarmodulen könnte ein Zeichen dafür sein, dass dem Photovoltaik-Hersteller das Geld ausgeht.

Yingli hat die Berichte über den Produktionsstopp zurückgewiesen. In einer Mitteilung vom Donnerstag erklärt das Photovoltaik-Unternehmen, dass es weiter seine Kunden bediene. Finanzvorstand, Yiyu Wang, sagte: „Als Antwort auf die jüngsten Gerüchte, dass Yingli seine Produktion angehalten habe, kann ich bestätigen, dass dies unwahr ist. Wir produzieren und werden auch weiterhin die Kundenwünsche erfüllen.“

Im Gespräch mit pv magazien erklärte Jenny Chase, Analystin von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) im vergangen Monat, dass Yinglis Strategie, möglichst hohe Stückzahlen zu niedrigen Preisen, „die Bilanz enorm belastet“. „Das ist nicht abwegig, denn ich denke, gerade während der sehr harten Jahre, besonders 2013, hatten viele dieser Unternehmen verlustreich verkauft oder ihre Fabriken geschlossen und aufgegeben“, sagt Chase weiter. „Also ich denke, dass das Grundprinzip unter Herstellungskosten zu verkaufen, nicht immer schreckliche Folgen haben muss, aber wenn es die Unternehmen in eine Situation bringt, dass sie ihren Schuldenverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, dann ist es eben nicht die beste Lösung“, so Chase. (Jonathan Gifford, übersetzt und bearbeitet von Sandra Enkhardt)


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