Yingli mit kurzfristigen Schulden von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der einst führende Photovoltaik-Hersteller aus China musste nun eine Börsennachricht wegen seiner beträchtlichen Verschuldung veröffentlichen, die sich negativ auf das Geschäft auswirken könnte. Yingli räumte ein, dass es wahrscheinlich seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen könnte. Auch der Ausbau des Geschäft ist gefährdet.

Yingli Fabrik in China

Yingli weist eine beträchtliche Verschuldung auf und fürchtet Auswirkungen auf das eigene Geschäft.
Foto: Yingli Green Energy Holding Company Ltd

Die Yingli Green Energy Holding Co. Ltd. hat eine Meldung veröffentlicht, wonach sich die beträchtliche Verschuldung des Photovoltaik-Herstellers auf das Geschäft sowie die Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Auch sei es unter diesen Umständen möglich, dass Yingli seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Schuldnern nicht rechtzeitig nachkommen könne und auch der weitere Geschäftsausbau sei gefährdet, teilte der chinesische Photovoltaik-Hersteller mit. Yingli habe sich in erster Linie auf Kredite von Geschäftsbanken in China verlassen, um einen erheblichen Teil seiner Ausgaben zu finanzieren. Daraus ergeben sich eine erhebliche Menge an Schulden und Rückzahlungsverpflichtungen, wie es weiter hieß. Zum Jahresende 2014 habe das Unternehmen an kurzfristigen Darlehen Ausstände in Höhe von umgerechnet 1629,8 Millionen US-Dollar gehabt. Die mittelfristigen Ausstände bezifferte Yingli mit 276,1 Millionen US-Dollar und die langfristigen Schulden mit 460,7 Millionen US-Dollar.

Dieser Schuldenstand könnte nun erhebliche Konsequenzen für das künftige Geschäft haben, teilte Yingli weiter mit. Es sei damit schwierigen, die Zahlungen und andere Verpflichtungen bezüglich der ausstehenden Schulden zu erfüllen. Dies könnte wiederum ein Kündigungsgrund für Kredite sein, die dann durch neue Schulden wieder beglichen werden müssten. Insgesamt verringerten die Schulden das verfügbare Kapital für Investitionen oder Übernahmen. Auch der weitere Geschäftsausbau sei damit nur begrenzt möglich. Zudem sei es schwieriger, neue Finanzierungen zu erhalten, hieß es weiter. Yingli sieht sich nun in einem Wettbewerbsnachteil gegenüber Konkurrenten, die weniger Schulden haben.

Das chinesische Photovoltaik-Unternehmen kündigte auch gerade angesichts der kurzfristig fällig werdenden Verpflichtungen, diese Kredite neu verhandeln zu wollen. Es sei aber nicht sicher, dass Yingli neue Kredite mit vergleichbaren Summen erhalte. Wenn dies der Fall sei, müsse Yingli alternative Rückzahlungswege finden, die sich dann aber eben negativ auf das Geschäft sowie die Ertragslage des Unternehmens auswirken könnten. (Sandra Enkhardt)


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