Yingli dämpft Erwartungen für 2014

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller kann seine Ergebnisse dank Einsparungen bei der Produktion leicht verbessern. Allerdings muss Yingli seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten korrigieren.

Fabrik von Yingli in China

Yingli musste seine Erwartungen für das Gesamtjahr etwas zurücknehmen.
Foto: Yingli Green Energy Holding Company Ltd

Mit der Yingli Green Energy Holding Company Limited hat ein weiterer großer Photovoltaik-Hersteller aus China vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz ging leicht gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahresergebnis auf umgerechnet 551,5 Millionen US-Dollar zurück. Insgesamt habe Yingli im dritten Quartal Solarmodule mit einer Leistung von 903,4 Megawatt absetzen können, wobei 109 Megawatt in eigene Photovoltaik-Projekte geflossen seien, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Bruttoergebnis sei im dritten Quartal deutlich auf 115 Millionen US-Dollar gesteigert worden. Dies sei hauptsächlich durch eine Senkung der Produktionskosten erreicht worden. Auch die Betriebsausgaben seien im Gegensatz zu früher deutlich gesenkt worden. Das operative Ergebnis habe sich auf 32,5 Millionen US-Dollar ebenfalls verbessert – es sei dabei erstmals seit dem zweiten Quartal 2011 wieder ins Plus gedreht. Seine Verbindlichkeiten und Ausstände bei Banken und für Anleihen bezifferte Yingli zum Ende des dritten Quartals mit 2,4 Milliarden US-Dollar. Zugleich gab das Photovoltaik-Unternehmen aber auch an, dass es noch über ungenutzte Kreditlinien verfüge, die sich im dreistelligen Millionenbereich.

Mit seinem Umsatz hat YIngli die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. Sie waren von etwa 656 Millionen US-Dollar im dritten Quartal ausgegangen. Ein weiterer Dämpfer ist zudem die Absenkung der Erwartungen für das Gesamtjahr. So gehe Yingli in diesem Jahr von einem Modulabsatz von 3,3 bis 3,35 Gigawatt aus, wobei 200 bis 240 Megawatt in eigene Photovoltaik-Projekte fließen werden. Dies entspricht immer noch einem Anstieg von 3 bis 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dennoch liegen die Werte einiges unter den bisher geäußerten Erwartungen, wonach Yingli 3,6 bis 3,8 Gigawatt absetzen wollten. Für eigene Projekte lagen die Erwartungen bei 400 bis 600 Megawatt.

Der Yingli-Vorstandschef zeigte sich mit den Ergebnissen dennoch „sehr zufrieden“. Er hob vor allem die gestiegene Profitabilität hervor. Das Downstream-Geschäft von Yingli entwickelte sich im ersten Halbjahr langsamer als gedacht. Im zweiten Halbjahr seien nun aber gute Fortschritt zu verzeichnen. So habe Yingli im dritten Quartal mit dem Bau eines 185 Megawatt Solarparks begonnen. Weitere Projekte folgten noch im 4. Quartal. Außerdem habe Yingli von Chinas nationaler Energiebehörde NEA die Genehmigung für zusätzlich 120 Megawatt an kleineren, sogenannten distributed Photovoltaik-Anlagen erhalten. (Sandra Enkhardt)


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