Weltweite Photovoltaik-Investitionen leicht rückläufig

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Insgesamt sind nach Mercom-Angaben im zweiten Quartal 6,3 Milliarden US-Dollar im Photovoltaik-Sektor weltweit investiert worden. Die Zahl der Beteiligungen und Übernahmen nahm im zweiten Quartal ab.


Grafik: Mercom Capital

Mercom Capital hat die Zahlen zu Photovoltaik-Finanzierungen sowie Fusionen und Übernahmen in der Solarindustrie im zweiten Quartal 2014 veröffentlicht. Insgesamt hätten die Unternehmenfinanzierungen durch Venture Capital (VC), Private Equity, Fremdfinanzierung und öffentliche Marktfinanzierung im zweiten Quartal bei 6,3 Milliarden US-Dollar gelegen. Dies sei etwas weniger als die 7,0 Milliarden Euro im ersten Quartal des Jahres, teilte Mercom Capital mit. Es sei ein solides Quartal für die Solarbranche gewesen, wobei auch neue Finanzierungsstrukturen aufgetaucht seien. „Solarfonds für den Wohn- und Geschäftsmarkt sammelten neue Rekordeinnahmen ein“, kommentierte Raj Prabhu, Vorstandschef der Mercom Capital Group.

Die weltweiten VC-Investitionen, inklusive Private Equity, haben sich den Analysten zufolge im zweiten Quartal auf 432 Millionen US-Dollar deutlich erhöht. Insgesamt habe es in der Solarindustrie dafür 21 Verträge gegeben. Im ersten Quartal 2014 seien bei 26 Deals ingesamt 251 Millionen US-Dollar investiert worden. Photovoltaik-Downstreamfirmen hätten mit 388 Millionen US-Dollar bei zehn Vereinbarungen den Großteil der Investitionen bekommen. Die meisten Einnahmen an VC habe Sunrun mit 150 Millionen US-Dollar einsammeln können, gefolgt von Sunnova Energy mit 145 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Einstiege und Übernahmen sei im zweiten Quartal dagegen auf 25 (38 im 1. Quartal) gesunken. Knapp die Hälfte davon hätten Downstream-Unternehmen betroffen. Die größte Übernahme mit einem Volumen von 350 Millionen US-Dollar sei die des Photovoltaik-Herstellers Silevo durch Solarcity gewesen, hieß es weiter.

Im Bereich Projektfinanzierung seien Verträge für 33 Solarkraftwerke mit einer Gesamtsumme von 3,5 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben worden. Die größte Ankündigung mit Investitionen von 820 Millionen US-Dollar habe es dabei für ein CSP-Projekt mit 121 Megawatt in Israel gegeben. Auf Platz zwei folgte ein Projekt mit 150 Megawatt von Tenaska in Kalifornien, für das eine Finanzierung von 450 Millionen Euro eingesammelt wurde, wie es weiter hieß. First Solar und Sunendison hätten sich zudem Finanzierungen für chilenische Photovoltaik-Kraftwerke von 290 und 190 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal sichern können. Bei den Projektverkäufen seien in diesem Zeitraum 34 Übernahmen mit einer Gesamtsumme von 229 Millionen US-Dollar erreicht worden. Die Solarparks hätten eine Gesamtleistung von 1,1 Gigawatt gehabt. Außerdem habe es im zweiten Quartal 150 Ankündigungen für große Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 7,6 Gigawatt gegeben.

Im Segment Solarfonds zur Finanzierung von Wohn- und Gewerbeanlagen seien im zweiten Quartal 1,3 Milliarden US-Dollar eingesammelt worden, so die Analysten. Dabei führe Sunpower mit 492 Millionen US-Dollar die Liste an. Die Mittel seien über drei verschiedene Fonds eingesammelt worden. Zu den Investoren zählten Google, Admirals Bank und Hannon Armstrong Sustainable Infrastructure Capital, schreiben die Analysten. (Sandra Enkhardt)


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