VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel: Geschäftsklima durchwachsen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Auftragslage bei den Photovoltaik-Zulieferern hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dennoch ist sie weiterhin angespannt, was auch die Entlassungen oder angepassten Geschäftserwartungen zeigen. Mittel- und langfristig bezeichnet der VDMA die Perspektiven aber als vielversprechend.

Stringer-Herstellung bei Teamtechnik

Die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer haben nach Ansicht des VDMA zumindest mittel- und langfristig eine vielversprechende Perspektive.
Foto: Teamtechnik

Die meisten Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland konnten zum Ende des dritten Quartals eine positive Entwicklung bei der Auftragslage verzeichnen. Die aktuelle Geschäftsklimaumfrage des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zeige, dass sie bei 52 Prozent der Unternehmen besser gewesen sei als im Vorjahreszeitraum. 46 Prozent der Unternehmen hätten eine vergleichbare Auftragslage, teilte der VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel nun mit.

Dennoch habe sich die konjunkturelle Dynamik für den Photovoltaik-Maschinenbau im Vergleich zum Frühjahr sichtbar verlangsamt. So erwarteten nur noch etwa 17 Prozent ein Umsatzplus für das laufende Geschäftsjahr; zehn Prozent weniger als noch im Frühjahr. Grund dafür sei unter anderem der anhaltende Photovoltaik-Handelsstreit in den USA. „Wir sind fulminant ins Jahr gestartet. Umsätze und Auftragseingänge konnten in der ersten Jahreshälfte um über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Die Verschärfung der US-Anti-Dumpingzölle auf chinesische und taiwanesische Solarprodukte hat die konjunkturelle Erholung der Branche allerdings spürbar gebremst“, erklärt Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Dies habe auch direkte Auswirkungen auf die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer. Die aktuelle Marktschwäche habe neben der niedrigen Kapazitätsauslastung auch eine Anpassung der Belegschaft zur Folge. So berichten dem VDMA zufolge 53 Prozent der Unternehmen eine unterdurchschnittliche Auslastung. 43 Prozent planten bei der künftigen Personalentwicklung einen Abbau von Stellen. Außerdem fokussierten sie sich stärker auf Effizienzsteigerung in Produktion, Logistik und Personal sowie die Steigerung der eigenen Marktanteile, ergab die Umfrage des VDMA.

Hoffnung für die Photovoltaik-Zulieferer gebe es aber von Seiten des Installationsmarktes. Marktforscher rechnen mit einem Photovoltaik-Zubau von bis zu 50 Gigawatt weltweit in diesem Jahr. In diesem Zuge werde es auch Ankündigungen von Investitionen in neue Fabriken und Produktionslinien, so die Meinung der Analysten. „Der VDMA schätzt, dass sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage Ende 2014 schließen wird. Das bedeutet für Anfang 2015 steigende Investitionen in moderne Ausrüstung und Technologie. Für den sich abzeichnenden Investitionszyklus ist der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau aus unserer Sicht bestens gerüstet“, sagt Florian Wessendorf, Geschäftsführer bei VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Für das kommende Jahr erwarteten die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer daher auch ein Umsatzwachstum von gut 16 Prozent.

Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Unternehmen seien daher auch intakt. „Auch wenn wir derzeit eine Abkühlung des Marktumfeldes spüren, bleiben wir für die Zukunft optimistisch. Alle Indikatoren sprechen dafür, dass der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau seine Schlüsselstellung als Innovationsmotor und Lösungsanbieter in der Photovoltaik-Produktion behaupten wird.“, betont Fath. (Sandra Enkhardt)


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