VDMA: Photovoltaik-Zulieferer mit mehr Umsatz und mehr Aufträgen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die ersten neun Monate des Jahres liefen für die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik deutlich besser als 2013. Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem aus Südostasien und den USA. Dennoch hat die Dynamik nach Angaben des Verbands zum Ende des dritten Quartals schon wieder etwas nachgelassen.

Produktion beim deutschen Maschinenbauer Teamtechnik

Die deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer haben in den ersten neun Monaten wieder deutlich mehr Umsatz erzielt.
Foto: Teamtechnik

Der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland konnte in den ersten neun Monaten 2014 „eine recht ordentliche Dynamik“ entwickeln. Er sei um knapp 35 Prozent angewachsen, teilte der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Photovoltaik-Produktionsmittel mit. „Investiert wurde vor allem in Retro-Fit und Up-Grades bestehender Produktionslinien. Es zeigt sich aber immer deutlicher, dass sich die Schere zwischen vorhandenen Produktionskapazitäten und der globalen Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten zunehmend schließt“, erklärte Peter Fath, Geschäftsführer der RCT Solutions GmbH und Vorsitzender des Vorstands von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Daher sei in den kommenden Monaten wieder mit verstärkten Investitionen in neue Produktionslinien zu rechnen. Den Weltmarktanteil der deutschen Anlagenbauer bezifferte der VDMA in den ersten neun Monaten mit mehr als 50 Prozent.

Das Asiengeschäft bleibe der Wachstumstreiber für die deutschen Zulieferer. Knapp 73 Prozent der Umsätze in den ersten neun Monaten des Jahres seien in Fernost erzielt worden, vorwiegend in China und Taiwan. Neuinvestitionen in Photovoltaik-Equipment würden aber auch in südostasiatischen Ländern wie Malaysia und Thailand getätigt, heißt es dem VDMA weiter. Positive Signale kämen zudem aus den USA und weiteren aufstrebenden Märkten wie Lateinamerika, Südafrika oder MENA. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Exportquote der deutschen Photovoltaik-Maschinenbauer bei knapp 90 Prozent lag. Umsatzstärkstes Segment sei das Produktionsequipment für Zellen mit 43 Prozent gefolgt von Dünnschicht-Photovoltaik mit 28 Prozent und für kristalline Modulproduktion mit Prozent gewesen.

Dass Photovoltaik-Hersteller wieder in den Ausbau ihrer Kapazitäten investieren, zeigt sich auch in den Auftragseingängen für die Zulieferer. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2013 hätten sich um 32 Prozent zugelegt, heißt es beim VDMA. Die Geschäfte in Asien dominierten dabei auch die Bestellungen für den Photovoltaik-Maschinenbau. Sie machten knapp 72 Prozent aus. Aufträge aus Deutschland hätten sich in diesem Jahr auf etwa 12 Prozent belaufen. Das europäische Ausland steuere lediglich vier Prozent bei. Trotz der positiven Entwicklung bei den Bestellungen gebe es im dritten Quartal eine nachlassende Dynamik bei den Auftragseingängen. „Die Auswirkungen von politischen Entscheidungen wie nationale Förderprogramme; Local-Content-Regelungen sowie Handelsstreitigkeiten/Schutzzölle bleiben für die Branche schwer kalkulierbar. Auf der einen Seite befeuern Schutzzölle starke Marktschwankungen aufgrund von Investitionszurückhaltung in China und Taiwan. Auf der anderen Seite bergen sie auch Chancen für den Absatz von Produktionsanlagen in neuen Märkten“, erklärte Florian Wessendorf, Geschäftsführer von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, diese Entwicklung. Dennoch sei in den nächsten drei bis sechs Monaten ein weiteres Wachstum für Produktionsequipment, Produktionslösungen und Technologiepakete zu erwarten. (Sandra Enkhardt)


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