US-Solarbranche hofft auf Wachstumsschub

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Der Solarindustrieverband SEIA hat das US-Konjunkturpaket begrüßt. Er rechnet mit bis zu 119.000 neuen Arbeitsplätzen in der Branche innerhalb der kommenden zwei Jahren durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen. Analysten sind ebenfalls optimistisch und rechnen mit einem starken Marktwachstum.

Parabolrinnenkraftwerk „Nevada Solar One“ in der Nähe von Las Vegas

Die Solarbranche in den USA hofft auf einen großen Wachstumsschub durch das Konjunkturpaket.
Foto: Schott AG

Die US-Regierung wird am Dienstag (heute) das größte Konjunkturpaket in der Geschichte der USA in Kraft setzen. Es hat einen Umfang von knapp 790 Milliarden Dollar. In die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz sollen etwa 50 Milliarden Dollar fließen. Dazu gehören auch Steuererleichterungen für Bürger, die ihre Häuser klimafreundlich umrüsten und die Förderung konkreter Firmenprojekte durch direkte Investitionen, Steuerabschreibungen oder Kreditabsicherungen.
Der amerikanische Solarindustrieverband (SEIA) begrüßte das Konjunkturpaket.
US-Präsident Barack Obama habe als wichtigste Aufgaben, die unmittelbare Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie Investitionen in die Zukunft erkannt, sagte SEIA-Präsident Rhone Resch. Mit dem geplanten Konjunkturpaket ließen sich beide Ziele erreichen. „Die Bestimmungen zur Solarenergie im Gesetz werden es uns ermöglichen, Menschen einzustellen und eröffnen Wachstumschancen für kleinere Unternehmen überall im Land“, sagte Resch. Dies werde der gesamten Wirtschaft Schwung verleihen.

Bis zu 119.000 neue Arbeitsplätze

SEIA erwarte, dass 67.000 neue Arbeitsplätze allein in diesem Jahr geschaffen werden können. Innerhalb der kommenden zwei Jahre sei mit insgesamt 119.000 neuen Stellen in der Solarbranche zu rechnen. Das Konjunkturpaket helfe dabei, Menschen wieder in Arbeit zu bringen, in dem sie Solaranlagen installierten, Solarkraftwerke und Teile dafür konstruierten, so Resch weiter. Als wichtigste Bestimmungen für die Solarbranche hob er drei Regelungen aus dem Konjunkturpaket hervor. So würden mit dem „Renewable Energy Grant Program“ bis zu 30 Prozent der Kosten von Solarprojekten erstattet. Das Energieministerium werde dieses Programm in den kommenden zwei Jahren auflegen. Zudem werde der Staat Bürgschaften übernehmen, um den Bau erneuerbarer Energiensysteme zu fördern. Die dritte bedeutende Regelung für die Solarbranche sei ein 30-prozentiger Steuerkredit für Investitionen von Unternehmen, die Komponenten herstellen oder Liegenschaften bereitstellen wollen.

Analysten rechnen mit Solarboom

Die Analysten von Piper Jaffray sehen die Solarbranche in de USA als großen Gewinner des Konjunkturprogramms. Dies sei auch ein Erfolg der starken Lobbyarbeit der SEIA in Regierungskreisen. Der Solarmarkt werde sich in diesem Jahr auf 600 bis 700 Megawatt verdoppeln, so die Erwartung der Analysten. Aufgrund der vielen günstigen Regelungen werde er 2010 auf 1,5 bis zwei Gigawatt wachsen. Dabei profitierten sowohl Investoren im privaten wie kommerziellen Sektor als auch die Energieversorger gleichermaßen. Besonders hilfreich für das starke Wachstum der Branche ist laut Piper Jaffray auch die Möglichkeit, neben den Staatsprogrammen auch die Förderung für Solarenergie durch die einzelnen Bundesstaaten in Anspruch nehmen können. Dies ermögliche, dass in einigen Gebieten der USA bis zu 80 Prozent der Kosten eines Solarprojekts durch staatliche Programme abgedeckt sind.(SE)


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