US-Geschäft von Solarworld brummt weiter

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der deutsche Photovoltaik-Hersteller ist derzeit dabei seine Modulkapazitäten in Oregon weiter auszubauen. Nun erhielt er einen weiteren Lieferauftrag für ein weiteres großes Photovoltaik-Projekt in dem Bundesstaat.

Solarworld-Hauptsitz in Hillsboro

Das US-Geschäft für den deutschen Konzern läuft weiterhin gut.
Foto: SolarWorld AG

Solarworld hat einen Auftrag von Obsidian Renewables über die Lieferung seiner 72-Zell-Solarmodule erhalten. Sie seien für ein Photovoltaik-Projekt mit 10,5 Megawatt DC-Leistung im US-Bundesstaat Oregon nahe Lakeview bestimmt, teilte der deutsche Photovoltaik-Hersteller nun mit. Obsidian Renewables hatte am gleichen Ort bereits 2012 ein Photovoltaik-Kraftwerk realisiert. Der neue Solarpark solle noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Der Solarstrom werde dann mittels eines langfristigen Stromabnahmevertrags an den Energieversorger PacifiCorp. verkauft.

Die Produktion von Solarworld in den USA ist ebenfalls in Oregon angesiedelt. Derzeit baut der Photovoltaik-Hersteller die dortige Modulfertigungskapazität wegen der hohen Nachfrage weiter aus. Sie werde derzeit auf 550 Megawatt erhöht. Im vergangenen September konnte das Unternehmen einen Auftrag der Panasonic Enterprise Solutions Co. vermeldet. Für ein Photovoltaik-Kraftwerk mit 65 Megawatt in Oregon soll Solarworld die Solarmodule liefern. Mit Blick auf den neuen Auftrag erklärte Ardes Johnson, Vizepräsident für Vertrieb und Marketing der US-Tochter: „Obsidian Renewables ist genau die Art von Kunde, die wir im Sinn hatten, als wir in den 72-Zell-Markt eingestiegen sind, und die Zusammenarbeit mit diesen Kunden wird zu einer steigenden Produktion und Beschäftigung hier in den USA führen.“

Im Oktober 2014 hatte der deutsche Solarkonzern angekündigt, den Produktionsstandort in Hillsboro zunächst auf 530 Megawatt zu erweitern, mit der Option ihn anschließend noch bis auf 630 Megawatt hochfahren zu können. In der Zwischenzeit ist die dortige Produktion auch komplett auf die neuen PERC-Hochleistungszellen umgestellt worden. In dieser Woche konnte Solarworld einen neuen Wirkungsgradrekord vermelden. So sei bei den PERC-Zellen eine Effizienz von 22,13 Prozent erreicht worden, wie das Fraunhofer ISE bestätigt hat. Es handelt sich dabei um industriell gefertigte PERC-Zellen am sächsischen Standort in Freiberg. Nach Angaben von Solarworld wird es etwa ein bis zwei Jahre dauern, diese Wirkungsgrade auch in der Serienfertigung zu erreichen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Photovoltaik-Hersteller seinen Absatz auf mehr als ein Gigawatt steigern können und einen Umsatz von etwa 700 Millionen Euro erreicht. So zumindest die Mitte November veröffentlichten Prognosen. Dabei hat Solarworld vor allem vom US-Geschäft profitieren können, das mittlerweile der größte Absatzmarkt für die Photovoltaik-Produkte sei. (Sandra Enkhardt)


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