Umsatz von Phoenix Solar sinkt um 82,4 Prozent

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Das Photovoltaik-Systemhaus Phoenix Solar verzeichnet im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatzrückgang von 82,4 Prozent auf 12,1 Millionen Euro. Vor allem Verzögerungen bei Auftragseingängen in den USA sind laut Unternehmen dafür verantwortlich. Das Konzernergebnis (EBIT) hat sich leicht verbessert, auf minus 3,3 Millionen Euro.

Solarpark von Phoenix Solar in Spanien

Derzeit stammen 100 Prozent des Auftragsbestands von Phoenix Solar aus Auslandsaufträgen.
Foto: Phoenix Solar AG

Der Umsatz der Phonix Solar AG aus Sulzemoos sank im ersten Halbjahr 2014 auf 12,1 Millionen Euro. Dies ist ein Rückgang um 82,4 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im ersten Halbjahr minus 3,3 Millionen Euro, eine Verbesserung um rund 15 Prozent.

86 Prozent des Umsatzes machte Phoenix Solar im ersten Halbjahr im Ausland, nur 14 Prozent in Deutschland. Den insgesamt starken Umsatzrückgang erklärt das Unternehmen vor allem mit „erheblichen Verzögerungen bei geplanten  Auftragseingängen in den USA“. Der Auftragsbestand besteht bei Phoenix Solar derzeit ausschließlich auf Auslandsaufträgen. Insgesamt sank der Bestand im Vergleich zum 30. Juni 2013 um 86,4 Prozent auf 17,1 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr 2014 geht das Unternehmen nicht mehr davon aus, die geplanten Ziele noch erreichen zu können. Die Basisprognose für 2014 wurde daher auf Umsatzerlöse zwischen 70 Millionen und 100 Millionen Euro gesenkt. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 rechnet Phoenix mit einem Umsatzrückgang von 35 bis 50 Prozent.

„Wir mussten im zweiten Quartal leider feststellen, dass wir einer ganzen Reihe von insbesondere externen Faktoren ausgesetzt waren, die wir kaum beeinflussen konnten und können. In Summe führten sie dazu, dass die erwarteten Aufträge ausblieben“, erklärt Bernd Köhler, Vorstandsvorsitzender der Phoenix Solar AG. „Auch wenn wir selbst mit diesen zeitlichen Verzögerungen sehr unzufrieden sind: Wir arbeiten intensiv daran, aus den unverändert vorhandenen, umfangreichen Pipelines mit mehreren 100 Megawatt an konkreten Projekten im restlichen Jahresverlauf die revidierte Prognose sicher zu erreichen.“

Vor einer Woche hatte Phoenix Solar bereits bekannt gegeben, den Geschäftsbereich Betriebsführung und -wartung (O&M-Geschäft) an die SMA Solar Technology AG zu verkaufen. Der Verkaufserlös sollte in die Schuldentilgung und Stärkung des operativen Kerngeschäfts von Phoenix Solar fließen. Die Transaktion solle aber erst vollzogen werden, sobald eine gewisse Mindestanzahl der Vertragskunden von Phoenix Solar der Übertragung der bestehenden O&M-Verträge auf SMA zugestimmt habe, hieß es dazu bei SMA. (Mirco Sieg)


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