Trina und Jinko Solar hängen Yingli bei Gewinnen ab

Kategorie: Topnews, Märkte und Trends

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller konnte 2014 zwar einen Rekordabsatz verbuchen, aber die Umsätze sanken. Auch verzeichnete Yingli Solar erneut einen Nettoverlust. Für das laufende Jahr setzt das Unternehmen große Hoffnungen in den Photovoltaik-Ausbau im Heimatland.

Fabrik von Yingli Solar

Yingli Solar will seinen Absatz von Solarmodulen in diesem Jahr weiter steigern.
Foto: Yingli Green Energy Holding Company Ltd

Die Yingli Green Energy Holding Company Ltd. hat nun auch Geschäftszahlen für das Jahr 2014 vorgelegt. Demnach hat der Umsatz des chinesischen Photovoltaik-Herstellers bei umgerechnet 2,08 Milliarden US-Dollar gelegen. Damit ist der Umsatz binnen Jahresfrist leicht rückläufig, obwohl der Absatz von YIngli Solar insgesamt auf Rekordniveau gestiegen ist. Insgesamt seien Solarmodule und Photovoltaik-Systeme mit einem Gesamtvolumen von 3361,3 Megawatt ausgeliefert worden. Dies ist aber insgesamt weniger als der Konkurrent Trina Solar vermelden konnte. Den rückläufigen Umsatz begründet das Unternehmen vor allem durch die gesunkenen Preise für Photovoltaik-Systeme. Das Bruttoergebnis lag Yingli Solar zufolge bei 360,7 Millionen US-Dollar. Allerdings sei auch 2014 ein Nettoverlust von 209,5 Millionen US-Dollar unter dem Strich zu verzeichnen gewesen. Dies ist nur etwas geringer als der Nettoverlust im Jahr 2013.

Der Vorstandschef von Yingli Green Energy, Liansheng Miao, zeigte sich mit den Rekordauslieferungen sowie der Bruttomarge für das Gesamtjahr zufrieden. Dies sei hauptsächlich durch weitere Anstrengungen bei der Diversifizierung der Zielmärkte sowie der Reduktion der Herstellungskosten bei gleichzeitig verbesserter Profitabilität erreicht worden. Gerade auf dem Photovoltaik-Heimatmarkt sei YIngli Solar aber auch stark vertreten gewesen. Rund 37 Prozent der Lieferungen seien in China abgesetzt worden. Auch in Japan habe YIngli Solar seinen Absatz fast verdreifachen können. In den USA wiederum sei der chinesische Hersteller solide aufgestellt gewesen. In Europa führe die Komplexität des Undertakings zu einigen Schwierigkeiten. Dennoch versuche YIngli Solar auch dort weiterhin eine wichtige Rolle zu spielen. Hinzu käme die Präsenz auf einigen aufstrebenden Photovoltaik-Märkten, in die Yingli Solar mittlerweile deutlich mehr Solarmodule liefere. Insgesamt seien es 2014 immerhin 490 Megawatt gewesen; 90 Prozent mehr als im Jahr davor.

Wie die chinesischen Konkurrenten auch hat Yingli Solar im vergangenen Jahr sein Photovoltaik-Projektgeschäft weiter ausgebaut. „Wir sind auf einem guten Weg, die Vorgaben für das Downstream-Geschäft einzuhalten“, so Miao weiter. Insgesamt seien 261 Megawatt an Solarmodulen in das eigene Projektgeschäft in China geflossen. Gerade der Heimatmarkt soll auch 2015 ein weiterer Wachstumsmotor für Yingli Solar sein. Die Nationale Energiebehörde (NEA) hatte jüngst die Photovoltaik-Zubauziele für dieses Jahr von 15 auf 17,8 Gigawatt erhöht. Yingli Solar verfüge über eine Projektpipeline mit mehr als 1,6 Gigawatt allein in China. Dies umfasse Projekte auf verschiedenen Planungsstufen in einem Dutzend Provinzen in China. Bis zum Jahresende sollen davon Photovoltaik-Kraftwerke mit 400 bis 600 Megawatt Gesamtleistung am Netz sein, so die eigenen Erwartungen des Unternehmens.

Ausblick auf das laufende Jahr

Für das Gesamtjahr 2015 hat Yingli Solar die Erwartung ausgegeben, dass die Modulauslieferungen auf 3,6 bis 3,9 Gigawatt steigen werden. Darin einbezogen sind auch die 400 bis 600 Megawatt für das eigene Downstream-Geschäft. Yingli Solar geht dabei davon aus, dass die geschätzte Produktionskapazität mit der erwarteten Nachfrage im Einklang stehen wird. Zu den Erwartungen für Umsatz und Ergebnis machte Yingli Solar zunächst keine Angaben. (Sandra Enkhardt)


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