Trina Solar steigt bei chinesischen Zellhersteller ein

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat die Mehrheit am Konkurrenten Hubei Hongyuan übernommen. Damit erweitert Trina Solar seine Kapazitäten für die Solarzellenfertigung erheblich. Für den Nachmittag hat die Internationale Handelskommission ITC in den USA zudem erste Ergebnisse ihrer neuen Ermittlungen gegen die Hersteller kristalliner Photovoltaik-Produkte aus China angekündigt.

Produktionsstätte von Trina Solar

Trina Solar erweitert mit dem Einstieg seine Produktionskapazitäten für Solarzellen weiter.
Foto: Trina Solar

Trina Solar hat mit 51 Prozent die Mehrheit an der Hubei Hongyuan PV Science and Technology Co., Ltd. Übernommen. Ein entsprechender Vertrag sei nun mit dem Equipment-Hersteller Shenzhen S.C. New Energy Technology Corporation geschlossen worden, der die restlichen 49 Prozent halte, teilte der chinesische Photovoltaik-Konzern mit. Gemeinsam wollten die Unternehmen nun die Fertigungskapazitäten von Hubei Hongyuan in China ausbauen. Mitte des Jahres sollen sie bei 420 Megawatt liegen, wie es weiter hieß. Für Trina Solar bedeute die Übernahme, dass es für wenig Geld künftig qualitativ gute Solarzellen zugreifen könne, sagte der Vorstandschef Jifan Gao. Mit der Ausweitung seiner Kapazitäten reagiere Trina Solar zudem auf die weltweit steigende Nachfrage nach Photovoltaik-Produktionen.

Inwiefern diese Solarzellen oder auch die mit diesen Solarzellen ausgestattet Solarmodule ihren Weg in die USA finden, muss sich zeigen. Für Freitag hat die Internationale Handelskommission (ITC) der USA eine vorläufige Entscheidung angekündigt. Solarworld hatte erneut Beschwerde eingereicht. Es gehe darum, dass die chinesischen Hersteller kristalliner Solarmodule ein Schlupfloch nutzten, um die bestehenden Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle zu umgehen. Sie verbauten Solarzellen aus Taiwan in ihren Solarmodule, so der Vorwurf der von Solarworld anegführten Allianz CASM. Daraufhin hat das ITC die Prüfung aufgenommen, ob die Importzölle noch ausgeweitet werden müssen. Die endgültige Entscheidung obliegt dann dem US-Handelsministerium. Sollte die ITC allerdings kein Schlupfloch bei der bestehenden Zollregelung sehen, könnte die Beschwerde der US-Tochter von Solarworld abgewiesen werden. Erst kürzlich hatte sich Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck in einem Brief an US-Präsident Barack Obama gewandt und ihn um Unterstützung gebeten. (Sandra Enkhardt)


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