Trianel bietet Energiedach nun mit SMA-Speicher an

Kategorie: Speicher und Netze, Topnews

Der Stadtwerke-Verbund will künftig seine Photovoltaik-Anlagen gleich mit einem Batteriespeicher von SMA zur Pacht anbieten. In der Lithium-Ionen-Batterie, die von LG Chem gefertigt wird, sind die Wechselrichter gleich integriert.

Hauptsitz von Trianel in Aachen

Die Stadtwerke aus dem Trianel-Verbund können nun auch Photovoltaik-Anlagen mit Speichern anbieten und verpachten.
Foto: Trianel

Trianel bietet künftig über seine Vertriebsplattform Energiedach neben den Photovoltaik-Anlagen auch die Einbindung in ein Solarkataster sowie Batteriespeicher an. „Immer mehr Stadtwerke erkennen den Wunsch ihrer Kunden, sich über eine Photovoltaikanlage selbst mit Strom zu versorgen. Da durch den Einsatz von Stromspeichern die erzeugte Strommenge einer PV-Anlage optimal ausgenutzt werden kann, haben wir auch Speicherlösungen in die Produktpalette aufgenommen“, erklärt Michel Nicolai, Leiter „Dezentrale Erzeugung“ bei Trianel. Künftig würden die Stadtwerke und kommunalen Energieversorger alle Photovoltaik-Dienstleistungen von der Auswahl des Systems über die Installation bis hin zur Wartung aus einer Hand anbieten. Kunden würden bei der Installation der Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeicher mehr als die Hälfte ihres eigenen Strombedarfs decken können.

Trianel nutzt dafür den Batteriespeicher von SMA, Sunny Boy Smart Energy. Die Wechselrichter seien direkt in der Speicherlösung integriert, die eigens für Eigenheimbesitzer konzipiert worden sei. Die Lithium-Ionen-Batterie werde von LG Chem gefertigt und erfülle hohe Sicherheitsstandards, hieß es weiter. Der Batteriespeicher verfüge über eine Speicherkapazität von zwei Kilowattstunden, was zu einer hohen Auslastung des Systems führe.

Das Energiedach ist ein Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen. Die Stadtwerke übernehmen dabei die Investition, die Errichtung und die Betriebsführung der Photovoltaik-Anlagen. Der Kunde werde zum Betreiber und könne einen überwiegenden Teil seines Strombedarfs decken. Der nicht verbrauchte Solarstrom werde ins Netz eingespeist, hieß es weiter.

Erst kürzlich kündigte Eon ein Pachtmodell für Photovoltaik-Anlagen für Industrie- und Gewerbekunden an. Ähnliches Konzepte bieten zudem auch die pv magazine Award-Gewinner DZ-4 und Suntility an. (Sandra Enkhardt)


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