Total schließt Saft-Übernahme ab

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Totals freundliches Übernahmeangebot für den Batteriehersteller Saft war erfolgreich: Der französischen Finanzaufsichtsbehörde AMF zufolge hat der Öl- und Gaskonzern über 90 Prozent der Aktien erworben.

Saft-Batteriespeicher

Der französische Batterieproduzent Saft gehört jetzt zum Ölkonzern Total.
Foto: www.saftbatteries.com

950 Millionen Euro hat Total investiert, um den Batteriehersteller Saft zu übernehmen. Bereits am 9. Mai hatten die beiden Unternehmen eine Vereinbarung über eine freundliche Übernahme unterzeichnet. Diese Vereinbarung sah den Kauf der ausstehenden Aktien zum Preis von 36,50 Euro pro Anteilsschein mit Dividendenzahlung von 0,85 Euro pro Aktie vor – ein Preis deutlich über dem damaligen Kurs des französischen Batterieherstellers. Der Saft-Aufsichtsrat hatte sich einstimmig für die freundliche Übernahme ausgesprochen und den Aktionären die Annahme des Angebots empfohlen. Dieser Empfehlung folgten die meisten Aktionäre, so dass Total nach einer Mitteilung der französischen Finanzmarktaufsichtsbehörde AMF nach dem Abschluss der Transaktion zum 21. Juli 90,14 Prozent der Saft-Gruppe halten wird. Aktionäre, die das Total-Angebot bislang nicht angenommen haben, können das noch bis zum 2. August zu den gleichen Bedingungen nachholen. Total zufolge sollen die Aktien vom Markt genommen werden, sobald der Energiekonzern 95 Prozent der Anteile des Batterieherstellers halte.

Total sieht die Saft-Übernahme als Teil der Ambitionen im Bereich erneuerbarer Energien. Bereits 2011 hatte Total den US-Photovoltaik-Konzern Sunpower übernommen. Mit der jüngsten Akquisition solle nun die Speichersparte gestärkt werden, da Energiespeicher die Schlüsselkomponente für das zukünftige Wachstum der erneuerbaren Energien seien. Mit der Akquisition bekomme Total Zugang zu einem Markt, der sich in diesem Jahr verdoppeln werde, sagt Logan Goldie-Scot, Analyst von Bloomberg New Energy Finance, auf Anfrage von pv magazine. Für Saft hingegen sei vor allem die finanzielle Stärke von Total entscheidend. Der Hersteller könne somit seine Position verbesserrn, wenn es um Ausschreibungen für größere netzgekoppelte Batteriespeicher gehe, so Goldie-Scot. (Petra Hannen)


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