Suntech will GSF-Anteile verkaufen

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Nach Medienberichten könnte der chinesische Photovoltaik-Hersteller seine Anteile an dem Global Solar Fund Sicar (GSF Sicar). Damit könnte der Schuldenberg von mehr als zwei Miliarden US-Dollar etwas schrumpfen.

Suntech-Hauptsitz in Wuxi

Suntech sucht nach Wegen, seine Schulden abzubauen.
Foto: Suntech Power Holdings Co., Ltd.

Suntech Power Holdings Co. Ltd. könnte sich bald von einen GSF Sicar-Anteilen trennen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Ein Sprecher des chinesischen Photovoltaik-Herstellers wird in dem Bericht mit den Worten zitiert: „Wir beabsichtigen, GSF vorerst weiter zu betreiben und alle Optionen zu prüfen, um den Wert für unsere Aktionäre zu maximieren.“  Die Investoren sollten darüber in den kommenden Monaten auf dem Laufenden gehalten werden.

Analysten zufolge hat der Fonds einen Unternehmenswert von bis zu 800 Millionen US-Dollar, wie Reuters berichtet.  Doch selbst wenn Suntech all seine Anteile verkaufen würde, wäre dies nicht genug, um die Schulden des angeschlagenen Photovoltaik-Herstellers von rund zwei Milliarden US-Dollar zu decken. „Ich habe große Zweifel, dass Suntech seine GSF-Beteiligungen bald verkaufen kann“, sagt Glenn Gu von IHS. „Es wäre keine Überraschung, wenn die Anteile von GSF am Ende mit großen Abschlägen verkauft würden.“
In einem Hinweis an die Anleger der Maxim Group vom März hieß es: „Obwohl GSF für ein Leuchtfeuer der Hoffnung für die dringend benötigte Liquidität gehalten wird, glauben wir, die überwiegende Mehrheit der 141 Megawatt sind effektiv toxische Vermögenswerte, die praktisch unmöglich zu verkaufen sein werden. Zum einen sind eine Reihe von Projekten unter strafrechtlichen Ermittlungen und werden mit der lokalen Mafia in Verbindung gebracht. Und zum anderen gibt es Berichte von unseren Kontakten in Italien, dass viele Projekte nur halbfertig sind.“

Anfang März hatte Suntech eine Einigung verkündet, die sich auf die Betrugsverdächtigungen bezüglich der GSF Capital Pte Ltd. bezogen. Ein Teil der Vereinbarung besagte, dass Suntech seine Beteilung an dem Fonds von 79,3 auf 88,15 Prozent aufstockt. Die restlichen Anteile werden von der Best (Regent) Asia Group Ltd. gehalten, die Zhengrong Shi, dem Suntech-Gründer sowie ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratschef, gehört.

Mittlerweile befindet sich die operative Tochtergesellschaft in China, Wuxi Suntech, in der Insolvenz. Zuvor wurde bekannt, dass die Muttergesellschaft Suntech Power seine Wandelschuldverschreibung über 541 Millionen US-Dollar nicht fristgerecht zurückzahlen konnte. Auch für die wichtigste Tochtergesellschaft des Photovoltaik-Herstellers in Europa befindet sich in Zahlungsschwierigkeiten. Vor gut einer Woche verhängten die Justizbehörden im Schweizer Schaffhausen ein zweimonatiges Moratorium auf Forderungen von Gläubigern. (Becky Beetz)

Übersetzt von Sandra Enkhardt.


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