Suntech sucht nach Auswegen

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Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat eine am Freitag fällige Anleihe nicht zurückgezahlt. Der Vorstandschef von Suntech kündigte an, nach strategischen Alternativen suchen zu wollen.

Hauptsitz von Suntech in Wuxi

Das Management sucht nach strategischen Alternativen
Foto: Suntech Power Holdings Co., Ltd.

Die Suntech Power Holdings Co., Ltd. hat wie bereits zuvor angekündigt ihre Wandelschuldanleihe in Höhe von 541 Millionen US-Dollar nicht fristgemäß am Freitag zurückgezahlt. Dies habe nun auch Zahlungsausfälle bei anderen Geldgebern zur Folge, darunter die International Finance Corp. und lokale chinesische Kreditgeber, teilte der Photovoltaik-Hersteller aus Wuxi am Montag mit. Im Vorfeld hatte Suntech mit 60 Prozent der Gläubiger einen Zeitaufschub bis Mitte Mai vereinbart, um die Rückzahlung neu zu strukturieren. „Derzeit ist es eine sehr schwere Zeit für unser Unternehmen und unsere Industrie, doch das Management und der Vorstand von Suntech arbeiten daran, einen Ausweg zu finden“, sagte Vorstandschef David King. Derzeit werde nach strategischen Alternativen gesucht, die die Interessen und Rechte aller Beteiligten, darunter Aktionäre, Anleihegläubiger, Kreditgeber, Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter gerecht werde.

Die Anleihegläubiger haben nach der ausgebliebenen Rückzahlung von Suntech nun die Möglichkeit, den chinesischen Hersteller in die Insolvenz zu zwingen. Bislang sei dem Unternehmen aber noch nichts bekannt, dass es entsprechende Anträge bei Gericht gegeben habe, teilte Suntech weiter mit. Angesichts der 2,1 Milliarden US-Dollar Schulden sehen die Analysten der Maxim Group einen „hohen Cash-Bedarf“ und Suntech als „technisch insolvent“ an.

Ein Vertreter der lokalen Regierung in Wuxi haben pv magazine bereits im Januar bestätigt, dass diese bereit sei, Suntech zu übernehmen – entweder komplett oder auch nur Teile des Herstellers. Dies passt auch zu entsprechenden Medienberichten der vergangenen Tage. Die Analysten der Maxim-Group gehen davon aus, dass Suntech als Ganzes erhalten werden soll. Auch ein ehemaliger Industrieanalyst und Kenner der chinesischen Modulhersteller sagte pv magazine, dass die Lokalregierung sehr daran interessiert sei, hohe Arbeitsplatzverluste und Produktionsschließungen in der Region zu vermeiden. Aus seiner Sicht sei nicht zu erwarten, dass selbst bei einer Insolvenz von Suntech, die Produktionsstätten komplett geschlossen würden. Zugleich wäre der Konkurs schlecht für die Modulhersteller allgemein, da Banken und andere Investoren skeptisch würden, wenn es ein solch etabliertes Unternehmen betreffe. (Sandra Enkhardt)


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