SPI: US-Energieversorger steigen zunehmend in das Photovoltaik-Geschäft ein

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Solar Power International in Chicago versprühte auch an ihrem dritten und letzten Messetag Optimismus pur. Denn der Solarmarkt in den USA brummt und die Wachstumsaussichten für Photovoltaik werden einhellig als sehr positiv bewertet. Als neuer Trend zeichnet sich das zunehmende Engagement von US-Energieversorgern ab.

SPI-Messehalle in Chicago

Weniger Besucher, weniger Aussteller - aber Optimismus herrschte dennoch auf der SPI in Chicago.
Foto: Solarpraxis AG/H.C. Neidlein

Wer sich bei einem Messerundgang aufmachte, um Aussteller zu finden, die die Aussichten für den Photovoltaik-Markt in den USA als schlecht einstuften oder mit dem Messeverlauf nicht zufrieden waren, hatte auf der diesjährigen Solar Power International (SPI) Pech. Durch die Bank wurden die Wachstumsaussichten für ein nachhaltiges Wachstum der Solarstromnutzung in den USA als positiv bewertet. Ausstellende Firmen wie AEG Power Solutions, Skytron, Ideematec, Chint Power, Schletter oder Recom berichteten allesamt von wachsenden Umsätzen und guten Messekontakten.

Shayle Kann,Vice President Research von GTM Research, rechnet für dieses Jahr mit einem Zubau von mindestens 4,4 Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung und im kommenden Jahr mit mindestens 5,6 Gigawatt in den USA. „Wie das Beispiel Kalifornien zeigt, ist die Photovoltaik in den USA aufgrund der Kostensenkung zunehmend auf dem Weg zur Netzparität“, sagte Kann. Immerhin schon über 40 Megawatt kommerzielle und Dach-Anlagen seien in dem Bundesstaat in jüngster Zeit ohne finanzielle Anreize der „California Solar Initiative“ realisiert worden, die vor einigen Wochen auslief. Kann rechnet damit, dass auch in anderen Bundesstaaten wie in New York, wo die staatlichen Anreize ebenfalls bald ausliefen, die Photovoltaik-Installationen weiter kräftig wachsen. Treiber seien auch die gestiegenen Haushaltsstrompreise.

Als wichtigen Faktor für das weitere Marktwachstum sieht Kann auch das zunehmende Engagement etlicher US-Energieversorgungsunternehmen im Photovoltaik-Bereich. Er verwies darauf, dass in jüngster Zeit beispielsweise Edison International über Solore, Nextera über Smart Energy Capital und NRG über Solar Power Partners in das EPC-Geschäft eingestiegen seien. Wermutstropfen der SPI waren allerdings die gegenüber dem Vorjahr stark eingebrochenen Aussteller- und Besucherzahlen. So präsentierten sich auf der diesjährigen Messe in Chicago rund 600 Aussteller. Knapp halb so viele wie 2012, als es noch 1100 Aussteller gab. Es kamen rund 12.000 Besucher – nach 20000 Besuchern im Vorjahr. Der positiven Stimmung auf der Messe tat dies jedoch keinen Abbruch. Die nächstjährige SPI wird in Las Vegas stattfinden. (Hans-Christoph Neidlein)


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