Sovello stellt Produktion ein

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Ab Ende August stehen die Bänder bei dem insolventen Photovoltaik-Hersteller still. Fast allen Beschäftigten von Sovello wird gekündigt. Die Investorengespräche gestalten sich schwierig.

Produktion bei Sovello

Die Produktion wird bei Sovello eingestellt
Foto: Sovello AG

Die im Insolvenzverfahren befindliche Sovello GmbH wird ihre Produktion zum 27. August bis auf weiteres ruhen lassen. Die Mitarbeiter der Photovoltaik-Hersteller würden auf einer Betriebsversammlung am heutigen Nachmittag vom Insolvenzverwalter Lucas Flöther darüber informiert, teilte seine Kanzlei mit. Grund sei, dass die Umsätze in den vergangenen Wochen weiter stark gesunken seien. „Die Liquiditätssituation des Unternehmens war aber bereits bei Insolvenzeröffnung so zerrüttet, dass kaum noch Spielraum blieb“, sagte Flöther zur derzeitigen Situation. „Es führt deshalb kein Weg daran vorbei, die Produktion vorerst einzustellen.“ Den rund 500 verbliebenen Mitarbeitern müsse nun gekündigt werden. Der überwiegende Teil der Belegschaft werde ab dem 1. September freigestellt. Eine Sonderregelung gebe es für die 22 Auszubildenden von Sovello, die erst Ende September gekündigt werden sollen. Sie würden zudem bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz unterstützt, hieß es in der Mitteilung. Ein Sozialplan und ein Interessensausgleich sei zudem mit dem Betriebsrat ausgehandelt worden.

Dennoch solle die Investorensuche weitergehen, um das Photovoltaik-Unternehmen doch noch zu retten. Flöther war nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor drei Wochen vom Amtsgericht Dessau-Roßlau zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Einen Antrag auf weitere Eigenverwaltung durch das Sovello-Management lehnten die Richter dabei ab. Zuvor befand sich der Photovoltaik-Hersteller seit Mitte Mai in einer sogenannten Sanierung in Eigenverwaltung. Flöther habe alles versucht, um den Geschäftsbetrieb des Photovoltaik-Herstellers weiter aufrecht zu erhalten, hieß es weiter. Es sei immerhin gelungen, für den Monat August die Gehälter der Mitarbeiter zu sichern. Darüber hinaus reichten die Finanzmittel aber nicht mehr aus. „Eine Fortsetzung der Produktion würde nur zu noch mehr Verlusten führen. Eine Rettung des Unternehmens wäre dann nicht mehr zu schaffen“, erklärte Flöther weiter. Derzeit liefen noch Investorengespräche. Sie gestalteten sich jedoch wegen der angespannten Lage sehr schwierig. (Sandra Enkhardt)


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