Solarworlds Sanierung soll Ende Februar abgeschlossen sein

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der deutsche Photovoltaik-Konzern hat nun einen geprüften Geschäftsbericht für 2012 vorlegen können. Damit ist der Weg endgültig frei für die finanzielle Restrukturierung. Voraussichtlich ab März gehört das Bosch-Werk dann offiziell zu Solarworld.

Solarpark von Solarworld

Solarworld kann nun die finanzielle Restrukturierung in den kommenden Wochen abschließen.
Foto: SolarWorld AG

Die Solarworld AG hat einen weiteren Stolperstein auf dem Weg zur finanziellen Restrukturierung des Photovoltaik-Herstellers aus dem Weg geräumt. Der Bonner-Konzern hat am Freitag seinen geprüften und testierten Bericht für das vorvergangene Geschäftsjahr 2012 veröffentlichen können. Aufgrund der laufenden Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten war der Geschäftsbericht Ende April 2013 zunächst unter Änderungsvorhalt veröffentlicht worden. Nun seien im Zuge der Prüfung weitere Wertberichtigungen auf das Anlagevermögen vorgenommen worden. Diese zahlungswirksamen Abschreibungen würden aber das operative Geschäft und die liquiden Mittel nicht beeinflussen, hieß es bei Solarworld.

Die abschließende Prüfung sei erfolgt, nachdem zahlreiche Voraussetzungen zur finalen Umsetzung der finanziellen Restrukturierung erfüllt worden seien. Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln, dass die finale Freigabe der von Anleihegläubigern und Aktionären beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen erteilte, könnte nun der Kapital- und Schuldenschnitt umgesetzt werden. Zumal auch die Restrukturierungsvereinbarung nun von allen Gläubigern sowie dem neuen Investor Qatar Solar S.P.C. unterzeichnet sei, teilte Solarworld weiter mit. Der Vorstand des Photovoltaik-Herstellers gehe daher auch davon aus, dass die Maßnahmen bis Ende Februar planmäßig abgeschlossen seien.

Aus dem ebenfalls aktualisierten Vorwort des Solarworld-Vorstandschefs Frank Asbeck geht weiter hervor, dass voraussichtlich ab März die ehemalige Zell- und Modulproduktion von Bosch in Arnstadt eingegliedert werden kann. Damit sei Solarworld dann der einzige integrierte Gigawattkonzern in Deutschland und Europa. Asbeck verspricht sich davon nicht nur rein zahlenmäßig eine Rückkehr unter die ganz großen Photovoltaik-Hersteller dieser Welt. Doch neben der Größe wolle Solarworld künftig auch den mit der Übernahme des Bosch-Werks verbundenen technologischen Fortschritt im Bereich Solarzellen weiter ausbauen, schreibt Asbeck. Sein Ziel für die Zukunft sei es, Solarworld wieder profitabel zu machen. Eine konkrete Jahreszahl dafür nennt Asbeck aber nicht. Allerdings, dass es dafür einen langen Atem brauche. (Sandra Enkhardt)


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