Solarworld und Aleo Solar sind Yingli auf den Fersen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Eine neue Installateursstudie von EuPD Research zeigt, dass deutsche Modulhersteller hierzulande durchaus beliebt sind. Auf der Suche nach neuen Geschäftsmodellen setzen viele Installateure zunehmend auf Speicherlösungen.

Solarpark von Solarworld in Deutschland

Solarworld ist weiterhin die bekannteste Modulmarke unter Installateuren in Deutschland.
Foto: SolarWorld AG

EuPD Research hat seinen „European PV Installer Monitor 2013/2014“ veröffentlicht. Insgesamt seien rund 750 Installateure in Europa befragt worden. Dabei ging es um die Entwicklung von Vertriebs- und Marketingstrategien bei Modulen und Wechselrichtern, aber auch um Fragen zur Markenloyalität und Markenzufriedenheit, Beschaffungsmanagement und Brand-Image.

Im Bereich Module habe sich gezeigt, dass es angesichts der Konsolidierung der Solarindustrie weiterhin einen großen Wettbewerb unter den Herstellern gebe. Das größte Verkaufsvolumen auf dem deutschen Markt erziele derzeit Yingli, gefolgt von Solarworld, Aleo Solar und Heckert Solar. „Das Verfolgerfeld darf nicht unterschätzt werden. Der ein oder andere Modulhersteller konnte auch in 2013 von Marktausstiegen der Konkurrenz profitieren“, sagt Projekt- und Studienleiterin Angelika Leiss. Während Yingli in Deutschland also den größten Umsatz macht, kann Solarworld aber unangefochten seine Position als bekannteste Marke in Deutschland verteidigen, wie die Befragung ergab. Allerdings habe die Bereitschaft der Installateure, einzelne Modulmarkten weiterzuempfehlen im Vergleich zum vergangenen Jahr abgenommen.

Im Segment Handel seien die Photovoltaik-Großhändler IBC Solar und Energiebau beim Bezug von Wechselrichtern und Modulen in Deutschland führend. Die Kundenbindung zwischen den Händlern und Installateuren sei allgemein stark ausgeprägt. Als Beispiel dafür gibt EuPD Research an, dass 80 Prozent der Kunden von Wagner & Co. mehrheitlich oder ausschließlich ihre Photovoltaik-Produkte über diesen Distributor bezogen.

Wenn es um neue Geschäftsmodelle geht, setzen viele Installateure große Hoffnungen in Speichersysteme. 40 Prozent der befragten Installateure hätten angegeben, dass sie das Geschäftsmodell mit Photovoltaik für gefährdet halten, dennoch aber positiv gestimmt seien, dass sie die Konsolidierungsphase überstehen könnten. Mit dem Angebot von Speicherlösungen versuchten sich viele Installateure breiter aufzustellen, hieß es weiter. Nur zehn Prozent der befragten Installateure hätten sich noch nicht für die Erweiterung ihrer Geschäfte in Richtung Speicher entschieden. Die größte Bekanntheit unter den Speicheranbietern erreichten in Deutschland derzeit SMA/Hoppecke, Nedap, E3/DC und Varta Storage, so das Ergebnis von EuPD Research. (Sandra Enkhardt)


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