Solarworld mit guten Zahlen und besseren Aussichten

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Im Konzernbericht bestätigt der Bonner Photovoltaik-Konzern die vorab gemeldeten Geschäftszahlen und kündigt einen weiteren Aufwärtstrend im Jahr 2015 an. Um den Absatz weiter steigern zu können sollen die Produktionskapazitäten in Freiberg, Arnstadt und Hillsboro erhöht werden.

Modulproduktion bei Solarworld

„2014 war ein Jahr der Meilensteine", sagt Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender von Solarworld.
Foto: SolarWorld AG

Die Solarworld AG bestätigt im Konzernbericht für das Jahr 2014 die schon Anfang Februar vorab gemeldeten Geschäftszahlen. Der Konzernweite Absatz an Solarmodulen und Bausätzen konnte im Vergleich zum Jahr 2013 um 55 Prozent auf 849 Megawatt gesteigert werden. In den USA hat sich der Absatz laut Unternehmen fast verdoppelt. Auch in Frankreich, Großbritannien und Japan sei der Absatz stark gewachsen. Im rückläufigen Solarmarkt in Deutschland konnten Marktanteile hinzugewonnen werden.

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2014 um 26 Prozent auf 573 Millionen Euro (2013: 456 Millionen Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) steigerte sich  auf 108 Millionen Euro (2013: –147 Millionen Euro). Dazu haben laut Solarworld Effekte aus der Erstbilanzierung der übernommenen Vermögenswerte der Bosch Solar Energy AG und Wertberichtigungen aus neu verhandelten Lieferverträgen zu besseren Konditionen beigetragen. Auch das konzernweite Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Jahr 2014 auf 62 Millionen Euro.

„Im operativen Bereich vor Abschreibungen haben wir 2014 wie erwartet die Trendwende geschafft“, erklärt Philipp Koecke, Finanzvorstand von Solarworld. „Auch ohne Sondereffekte war das EBITDA wieder positiv. Damit haben wir im vergangenen Geschäftsjahr ein wesentliches Ziel erreicht.“ Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender von Solarworld, sagt: „2014 war ein Jahr der Meilensteine. Auf dem Weg, den Konzern nachhaltig zu Wachstum und Profitabilität zurückzuführen, sind wir in kurzer Zeit ein beachtliches Stück vorangekommen.“ Mit der Qatar Solar S.P.C. habe man außerdem einen neuen Ankerinvestor, der sich mit 29 Prozent an Solarworld beteiligt, von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens überzeugen können.

Gute Aussichten für 2015

Im ersten Quartal 2015 konnte Solarworld den Absatz nach eigenen Angaben um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal steigern. Im Gesamtjahr will das Unternehmen den Absatz inklusive Wafern und Zellen um mindestens 25 Prozent steigern und damit erstmals die Ein-Gigawatt-Marke überschreiten. Vor allem in den USA will Solarworld weiter zulegen im Jahr 2015 sollen mehr als 50 Prozent der Solarworld-Produkte in den Vereinigten Staaten abgesetzt werden. In Europa sieht Solarworld die wichtigsten Märkte in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Auch hier soll der Absatz gesteigert werden, genauso wie in der Region Asien/Pazifik.

Um den Absatz wie geplant steigern zu können, plant der Bonner Konzern seine Kapazitäten an den Produktionsstandorten Freiberg (Sachsen), Arnstadt (Thüringen) und Hillsboro (Oregon, USA) weiter zu erhöhen. Ziel sei es, eine konzernweite Modulkapazität von 1,6 Gigawatt zu erreichen. Solarworld kündigt zudem an, die gesamte Zellfertigung auf das PERC-Hocheffizienzverfahren umzustellen, um so die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Der Konzernumsatz soll 2015 um mindestens 25 Prozent gegenüber 2014 auf mehr als 700 Millionen Euro ansteigen. Am Ende des Jahres 2015 wird ein positives EBIT ohne eventuelle Sondereffekte angestrebt. (Mirco Sieg)


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