Solarindustrie trifft sich in Rom

Kategorie: Märkte und Trends, Politik und Gesellschaft

Die Conferenza dell'Industria Solare – Italia (CIS-IT) entwickelt sich zu einem beliebten Branchentreffpunkt. Die Photovoltaik-Industrie im Land hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig gemausert.

Podiumsdiskussion auf der CIS-IT 2010 in Rom

60 nationale und internationale Experten referierten auf der CIS-IT 2010 in Rom
Foto: Solarpraxis AG/Matteo Alessandri

Die italienische Regierung wollte ursprünglich am ersten Tag der Conferenza dell'Industria Solare – Italia (CIS-IT) 2010 die neuen Einspeisevergütungen verkünden. Der Ankündigung folgten aber keine Taten: die Neuregelung der Photovoltaik-Förderung soll aber in den kommenden Wochen präsentiert werden. Zentrale Themen der CIS-IT 2010 waren dann aber vor allem die Entwicklung, politische Rahmenbedingungen und Projektfinanzierung auf dem italienischen Photovoltaik- und Solarthermie-Markt. Im Vordergrund der zweitägigen Veranstaltung in Rom/Fiumicino standen die immer noch boomenden Zahlen sowie die Bedeutung des Photovoltaik-Marktes als treibende Wirtschaftskraft in dem sonnenreichen Land.
Die allgemeine Lage der Solarbranche in Italien ist sehr positiv, wie die Branchenvertreter vor Ort betonten. Mitglieder der Photovoltaik-Branchenverbände GIFI und Assosolare betonten die stetige Entwicklung der Solarbranche. „Die Photovoltaik-Industrie in Italien generierte mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2009 und beeindruckte mit ihren Beschäftigungszahlen: fast 20.000 Arbeitsplätze von der Produktion bis hin zum Vertrieb und Installation“, erklärte GIFI-Präsident Gert Gremes.  Die Fortsetzung des konstanten Wachstums ist auch laut Gianni Chianetta, Präsident von Assosolare, ein entscheidender Punkt.  Dafür benötige der italienische Markt „Stabilität, klare Regeln und langfristige Investitions-Perspektiven“. Valeria Verga, Generalsekretärin von Assolterm, erklärte: „Die wahre kopernikanische Revolution kann nur durch eine reale Umsetzung der europäischen Richtlinie für erneuerbare Energien passieren.“
Der ESTIF-Präsident Olivier Drücke äußerte seine Verwunderung über die „Abwesenheit und das Schweigen der italienischen Institutionen“. Die Vertreter der italienischen Regierung waren der Einladung zur Konferenz nicht nachgekommen. Dies sorgte bei den mehr als 400 Teilnehmern und über 60 internationalen und nationalen Experten für Gesprächsstoff. Die CIS-IT wird von der Solarpraxis AG in Zusammenarbeit mit Ambiente Italia und Eclareon organisiert. Im Februar 2011 wird es die dritte Auflage der Konferenz in Italien geben. (Sandra Enkhardt)


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