SMA wird weltweit 1.600 Stellen abbauen

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Stellenabbau beim Wechselrichterhersteller SMA soll rund 1.300 Angestellte in Deutschland und rund 300 Angestellte an Standorten im Ausland treffen. Das sind knapp 35 Prozent der Vollzeitstellen von SMA. Am 30. Januar will das Unternehmen die Pläne für die eigene Neustrukturierung konkretisieren.

Wechselrichter von SMA

SMA plant knapp 35 Prozent der Vollzeitstellen abzubauen.
Foto: SMA Solar Technology

Der Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG rechnet mit einem schwierigen Geschäftsjahr 2015. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen einen Verlust etwa 115 Millionen Euro eingefahren, für dieses Jahr wird ein weiter gesunkenes Umsatzniveau erwartet. Aufgrund dieser Entwicklung will das Photovoltaik-Unternehmen bis zum Ende Juni ungefähr 1.600 Vollzeitstellen in allen Unternehmensbereichen abbauen.

Ende 2014 verfügte SMA über 4.667 Vollzeitstellen, Zeitarbeitskräfte nicht eingerechnet. 1.300 Vollzeitstellen sollen nun in Deutschland abgebaut werden, weitere 300 an Standorten im Ausland. Bereits im letzten Jahr hatte SMA den Abbau von 600 Stellen geplant. Diese sind laut Unternehmen in den aktuellen Angaben berücksichtigt. Ein sozialverträglicher Personalabbau werde angestrebt, betriebsbedingte Kündigungen könnten derzeit aber nicht ausgeschlossen werden.

„Wir rechnen auch für die kommenden Jahre mit einem starken Preisdruck im globalen Photovoltaik-Markt und mit einem weiteren Nachfragerückgang in Europa, insbesondere in Deutschland. Die außereuropäischen Märkte werden sich hingegen vorteilhaft entwickeln“, sagt Pierre-Pascal Urbon, Vorstandssprecher von SMA. So werde der Markt gemessen in Gigawatt mittelfristig zwar weiter wachsen, gemessen in Euro erwarte SMA allerdings weltweit einen Rückgang. Um in diesem Umfeld wieder zur Profitabilität zurückzukehren, sollen die Strukturen von SMA an ein niedrigeres Umsatzniveau anpassen. Nur mit dem Stellenabbau könne die Gewinnschwelle bei geringeren Umsätzen erreicht werden.

„Leider ist vor diesem Hintergrund ein weltweiter Personalabbau unumgänglich“, so Urbon. „Wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen definiert, die wir in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat diskutieren werden.“ Daraus resultierende Effekte würden aber frühestens ab der zweiten Jahreshälfte bemerkbar, so dass „SMA voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr noch nicht zur Profitabilität zurückkehren wird.“ Das Unternehmen werde die Transformation mit einer Nettoliquidität von rund 220 Millionen Euro aus eigener Kraft finanzieren.

Das Konzept für die Umgestaltung von SMA sowie den Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 wird der Vorstand beim 7. Capital Markets Day am Freitag, 30. Januar 2015, in Kassel konkretisieren sowie Mitarbeiter und Öffentlichkeit informieren. (Mirco Sieg)


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