SMA mit wenig Hoffnung für Nachfrageboom 2012

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Nachfrage auf den weltweiten Photovoltaik-Märkten wird aus Sicht des Wechselrichter-Herstellers im kommenden Jahr nicht deutlich anziehen.

Werk von SMA in Niestetal

SMA ist immer noch deutlich in der Gewinnzone
Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG hat nun auch Quartalszahlen präsentiert und dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern erzielte im dritten Quartal 2011 einen Umsatz von 477 Millionen Euro, in den ersten neun Monaten 2011 waren es damit 1,192 Milliarden Euro, wie SMA mitteilte. Der Umsatz basiere vor allem auf dem starken Projekt- und Auslandsgeschäft. Er liegt unter den Werten des Boomjahres 2010, als SMA von Januar bis September einen Umsatz von 1,443 Milliarden Euro generierte. Insgesamt setzte das Photovoltaik-Unternehmen eine Wechselrichter-Leistung von 5,4 Gigawatt bis September ab. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 5,7 Gigawatt. Das operative Ergebnis ging im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Es lag in den ersten neun Monaten bei 178 Millionen Euro, wie SMA mitteilte. Im Vorjahr lag das EBIT-Ergebnis in den ersten drei Quartalen bei 418 Millionen Euro. Das EBIT-Ergebnis von 75 Millionen Euro im dritten Quartal lag leicht über den Erwartungen der Analysten.

Der SMA-Vorstand geht für dieses Jahr von einer neu installierten Photovoltaik-Leistung weltweit von 19 bis 21 Gigawatt aus. Dies liege unter dem Rekordwert von 2010, als etwa 23 Gigawatt zugebaut wurden. „Die Gründe für die verhaltene Nachfrage sind vielfältig: Zum einen verunsichert die Euro- und Schuldenkrise viele Endkunden, sodass Investitionen in Solarstromanlagen verschoben werden. Zum anderen verändern die deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten der Banken die Finanzierungsstrukturen von solaren Großprojekten“, sagte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Auch im kommenden Jahr sei von nur „mit einem moderaten Wachstum der weltweiten Nachfrage“ zu rechnen, so der Vorstand weiter. Mittelfristig habe die Photovoltaik aber gute Perspektiven, zumal eine erfreuliche Nachfrageentwicklung auf den Märkten außerhalb Deutschlands erkennbar sei. SMA hat in diesem Jahr seine Exportquote weiter deutlich steigern können und erreichte erstmals mehr als 50 Prozent. Zudem sei es gelungen im dritten Quartal erstmals in diesem Jahr einen positiven Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zu erreichen. Das Netto-Umlaufvermögen habe Ende September 341,6 Millionen Euro betragen, wie SMA weiter mitteilte.

Der Vorstand bestätigte zudem die Prognose für das Gesamtjahr. SMA rechne mit einem Umsatz zwischen 1,5 und 1,7 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis zwischen 220 und 300 Millionen Euro. Allerdings hatte der Vorstand die Erwartungen bereits Mitte September deutlich gesenkt, nachdem deutlich wurde, dass die Nachfrage auf den weltweiten Photovoltaik-Märkten nicht wie erwartet angesprungen war. Damals hatte SMA zudem angekündigt, sich bis Ende des Jahres von 1000 Zeitarbeitern zu trennen. (Sandra Enkhardt)


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