SMA hofft auf starkes viertes Quartal

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Im dritten Quartal ist der Absatz von SMA gestiegen und das operative Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern zum ersten Mal in diesem Jahr positiv. Jetzt hofft der deutsche Wechselrichter-Produzent auf einen Jahresendpurt.

SMA-Solarpark in Japan

Japan gehört zu den wichtigsten Auslandsmärkten von SMA.
Foto: SMA Solar Technology AG

Immerhin: Im dritten Quartal 2014 hst der Absatz der SMA Solar Technology AG deutlich zugelegt. Das Photovoltaik-Unternehmen meldet eine verkaufte Wechselrichter-Leistung von 1,3 Gigawatt, was fast dem Niveau des guten dritten Quartals 2013 entspricht. Außerdem ist demnach das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuer (EBITDA) im dritten Quartal mit 8,8 Millionen Euro erstmals in diesem Jahr positiv. Die Ergebnisverbesserung sei auf Maßnahmen zur Material- und Sachkostenreduktion sowie den bereits erfolgte Mitarbeiterabbau zurückzuführen.

Wegen des schwachen ersten Halbjahrs konnte SMA jedoch insgesamt von Januar bis September 2014 nicht an die Zahlen des Vorjahreszeitraums anknüpfen. Das Unternehmen verkaufte in den ersten drei Quartalen Wechselrichter mit einer Leistung von 3,3 Gigawatt (Vorjahresperiode: vier Gigawatt) und erzielte einen Umsatz von 549,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 709,3 Millionen Euro). Wegen der schwachen Auftragssituation und des hohen Preisdruck im ersten Halbjahr meldet SMA ein negatives EBITDA von -8,2 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 26,9 Millionen Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verschlechterte sich auf -72,7 Millionen Euro (Vorjahresperiode: -30,1 Millionen Euro) und das Konzernergebnis auf -54,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: -22 Millionen Euro).

Den Umsatzrückgang begründet SMA vor allem mit Projektverschiebungen in wichtigen Auslandsmärkten sowie einer stark reduzierten Nachfrage in Europa. Insbesondere Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland seien von schlechteren Förderbedingungen betroffen gewesen. Auch in Thailand sei die Nachfrage aufgrund von Förderkürzungen und politischen Unruhen gesunken. Diesen Rückgang habe die stärkere Nachfrage in Nord- und Südamerika nicht vollständig kompensieren können. Der Auslandsanteil am Umsatz sei auf 72,1 Prozent (Vorjahresperiode: 69,3 Prozent) gestiegen; wichtigste Auslandsmärkten für das Unternehmen seien Nordamerika, Australien, Japan und Großbritannien.

„Für das vierte Quartal 2014 rechnen wir mit einer besseren Umsatzsituation, die wir bereits im hohen Auftragsbestand der SMA erkennen können“, sagt SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Insgesamt bleibe der Markt für Photovoltaik-Wechselrichter jedoch volatil und von hohem Preisdruck geprägt. Ziel sei es, SMA in diesem Marktumfeld wieder in die Profitabilität zurückzuführen.
Der SMA-Vorstand bestätigte bei der Vorlage der Quartalszahlen seine am 30. Juli 2014 angepasste Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2014. Diese sieht für die SMA-Gruppe einen Umsatz von 850 Millionen Euro bis 950 Millionen Euro und ein im besten Fall ausgeglichenes operatives Ergebnis vor. Am unteren Ende der Umsatzprognose sei jedoch von einem Verlust von rund 45 Millionen Euro auszugehen. (Petra Hannen)

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