SMA-Gewinn hat sich mehr als halbiert

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Der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller erreicht nicht ganz seinen Rekordumsatz aus dem Jahr 2010. In diesem Jahr wird mit einem weiteren Rückgang bei Umsatz und Gewinn gerechnet.

SMA-Wechselrichter

SMA will sein Geschäft stärker internationalisieren
Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro erreicht. Dies sei das zweitbeste Ergebnis und basiere auf einem starken Auslands- und Projektgeschäft, teilte der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller mit. Der Umsatz reicht nicht ganz an den Wert von 2010 mit 1,9 Milliarden Euro heran. Auch das operative Ergebnis lag deutlich unter dem Rekordwert. Nach 516,8 Millionen Euro im Jahr 2010 seien es nun 240,3 Millionen Euro gewesen. Als Folge schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 1,30 Euro je Aktie vor, wie es weiter hieß. Gegenüber 2010 ist auch dies nicht einmal mehr die Hälfte; damals schüttete SMA 3,00 Euro je Aktie aus. Die Erwartungen vieler Analysten konnte der Hersteller trotz der schwarzen Zahlen nicht erfüllen.

Gründe für den Rückgang bei Umsatz und Gewinn seien die stabile Nachfrage gewesen. So habe sich 2011 der rasante Wachstumskurs der Photovoltaik weltweit nicht fortgesetzt, sondern sei mit etwa 23 Gigawatt neu installierter Leistung stabil geblieben. Dennoch seien starke Impulse von den Märkten in Südeuropa, Nordamerika und Indien ausgegangen. Die regionale Verschiebung der Nachfrage führe auch zu einer Veränderung der Installationsgrößen, hieß es bei dem Wechselrichterhersteller weiter. Insgesamt habe sich der Auslandsanteil bei SMA weiter erhöht und bei nunmehr 53,6 Prozent gelegen. Weltweit habe SMA im vergangenen Jahr Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 7,6 Gigawatt verkauft. Nach eigenen Schätzungen entspreche dies etwa einem Marktanteil von 33 Prozent.

Der SMA-Vorstand kündigte an, auch in diesem Jahr mehr als 100 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investieren zu wollen. Dabei sollen vor allem die Systemkosten weiter gesenkt und die Integration der Photovoltaik ins Netz vorangetrieben werden, wie es weiter hieß. Insgesamt gehe der Hersteller 2012 von einem moderaten Wachstum der weltweiten Photovoltaik-Märkte aus. Allerdings könne auch ein leichter Rückgang der Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Der SMA-Vorstand bestätigte seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr, die er bereits Anfang März veröffentlicht hatte. Demnach sei in diesem Jahr mit einem weiter rückläufigen Umsatz und Gewinn zu rechnen. Es werde mit einem Umsatz zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro sowie einer EBIT-Marge zwischen fünf und zehn Prozent gerechnet.

Mit Blick auf Deutschland sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon: "Aktuell verzeichnen wir eine starke Nachfrage im Bereich der Aufdachanlagen. Wir gehen davon aus, dass diese insbesondere auf Vorzieheffekte angesichts der großen Verunsicherung zurückzuführen ist, die die geplanten massiven Solarförderkürzungen in Deutschland hervorgerufen haben. Im Projektgeschäft in Deutschland ist die Nachfrage dagegen bereits stark zurückgegangen, da Anlagen ab einer Größe von 10 Megawatt in Deutschland überhaupt nicht mehr gefördert werden sollen und die Planungsphase hier deutlich länger dauert." Der Hersteller kündigte an, vor allem die Internationalisierung seines Geschäfts außerhalb Europas vorantreiben zu wollen. Die Exportquote wolle SMA in diesem Jahr auf 80 Prozent steigern. (Sandra Enkhardt)


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