SMA erwartet Stagnation für 2011

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Nach einem enormen Wachstum im vergangenen Jahr rechnet der Wechselrichter-Hersteller nun mit einem vorübergehend stagnierenden Photovoltaik-Markt. Mittelfristig wird sich die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen aber wohl deutlich erhöhen.

Werk von SMA in Niestetal

SMA hat sein Geschäft 2010 massiv ausbauen können
Foto: SMA

Die SMA Solar Technology AG hat ihre Rekordergebnisse für das Geschäftsjahr 2010 bestätigt. Der Umsatz habe sich binnen Jahresfrist auf 1,9 Milliarden Euro verdoppelt, teilte der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern mit. Dabei erwirtschaftete das Unternehmen ein EBIT-Ergebnis von 516 Millionen Euro. Eine enorme Steigerung gegenüber 2009, als SMA einen Gewinn von 228 Millionen Euro verzeichnete, wie es weiter hieß. Dies entspreche einer EBIT-Marge von 26,9 Prozent. Angesichts dieser Zahlen wollen Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 26. Mai eine erhöhte Dividende von 3,00 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2010 vorschlagen.

SMA habe im vergangenen Jahr von dem stark gewachsenen Photovoltaik-Markt weltweit profitieren können. Das Unternehmen schätzt, dass die neu installierte Leistung von 17 auf 20 Gigawatt gestiegen sei. Allerdings dämpfte das Unternehmen auf seiner Bilanzpressekonferenz zugleich die Erwartungen für 2011. Es sei wegen der Veränderungen bei der Solarförderung in verschiedenen europäischen Ländern davon auszugehen, dass der Photovoltaik-Markt vorübergehend stagnieren werde, so der SMA-Vorstand. Mittelfristig sei aber von einer deutlich erhöhten Nachfrage nach Solarstromanlagen auszugehen. Die Entwicklung der Photovoltaik-Märkte stehe erst am Anfang, hieß es weiter. Auf dieser Grundlage wolle SMA eine leicht rückläufige Entwicklung des Geschäfts in diesem Jahr nicht ausschließen. Der Vorstand bestätigte seine frühere Prognose, dass mit einem Umsatz zwischen 1,5 und 1,9 Milliarden Euro und einer EBIT-Marge von 21 bis 25 Prozent zu rechnen sei.

SMA konnte nach eigenen Angaben sein internationales Geschäft 2010 weiter ausbauen. 2010 seien fast 45 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaftet worden. Da die Internationalisierung immer wichtiger werde, habe das Photovoltaik-Unternehmen bereits im vergangenen Jahr zwei Werke in den USA und Kanada aufgebaut und damit seine Produktionskapazität auf rund elf Gigawatt verdoppelt. Außerdem seien Vertriebs- und Servicegesellschaften in Indien und England gegründet worden.  Weitere Gründungen seien für dieses ja in Japan und Thailand geplant, hieß es weiter. Allein im vergangenen Jahr seien zudem 1500 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Dem Photovoltaik-Wechselrichter-Hersteller ist es nach eigenen Angaben gelungen, mit Produktneuheiten 2010 die Kosten der Systemtechnik für große Solarparks um bis zu 35 Prozent reduziert zu haben. Außerdem könnten mit den neusten Wechselrichtern auch die gestiegenen Herausforderungen der Netzintegration bewältigt werden. Das Budget für Forschung und Entwicklung will der SMA-Vorstand in diesem Jahr nochmals auf 100 Millionen Euro erhöhen. Außerdem seien 2011 auch weitere Investitionen für Gebäude und Maschinen in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro geplant. Die komfortable Eigenkapitalsituation mit einer Eigenkapitalquote von 58 Prozent sowie liquide Mittel von einer halben Milliarde Euro ermöglichen SMA die Umsetzung ihrer anspruchsvollen Wachstums- und Investitionsvorhaben. Gleichzeitig ist das Unternehmen damit bestens auf kurzfristige Schwankungen in der Nachfrage vorbereitet, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)


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