SMA dämmt Verluste ein

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Im ersten Halbjahr hat der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern deutlich mehr Umsatz und weniger Verlust gemacht. Erstmals seit 2010 hofft der SMA-Vorstand nun wieder auf einen steigenden Umsatz im Jahresvergleich. Die Transformation des hessischen Unternehmens verläuft nach Plan.

Solarpark von SMA Solar


Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG hat im ersten Halbjahr 2015 seinem Umsatz um 26 Prozent auf 429,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern können. Davon seien 87,2 Prozent im Ausland erwirtschaftet worden, teilte der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern am Donnerstag mit. Auch beim operativen EBIT-Ergebnis macht SMA Fortschritte. So habe der Verlust bei 14,9 Millionen Euro gelegen, nach einem Minus von 62,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Amortisation, Zinsen und Steuern (EBITDA) habe SMA sogar wieder ins Plus drehen können. Es lag nach den nun vorgelegten Zahlen bei 21,3 Millionen Euro. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2015 bezifferte SMA mit -21,4 Millionen Euro und halbierte damit in etwa den Verlust aus dem Vorjahreszeitraum.

Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern befindet sich derzeit in einem Transformationsprozess. Damit verbunden war ein enormer Stellenabbau bei dem hessischen Unternehmen. Die Abfindungszahlungen im Zuge des Mitarbeiterabbaus hätten den Brutto-Cashflow und die Nettoliquidität beeinflusst. Dennoch verfüge SMA mit einer Nettoliquidität von 211 Millionen Euro und einer Eigenkapitalquote von 47,2 Prozent über eine solide Basis.

„Nach der positiven Entwicklung des ersten Halbjahrs und vor dem Hintergrund eines weiterhin hohen Auftragsbestands erwartet der SMA-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr erstmals seit 2010 wieder einen steigenden Umsatz“, erklärte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. SMA habe in den vergangenen Jahren massiv in den Aufbau einer globalen Infrastruktur investiert und könne nun besser regionale Marktschwankungen ausgleichen. „Um schnellstmöglich wieder Gewinne zu erwirtschaften, hat der Vorstand darüber hinaus in den letzten Monaten eine umfangreiche Unternehmenstransformation durchgeführt. Ziel ist es, die Fixkosten bis Ende 2015 um 160 Millionen Euro zu reduzieren“, so Urbon weiter. Die Transformation verlaufe dabei planmäßig.

Der SMA-Vorstand bestätigte auch die zuvor erhöhte Prognose für das Gesamtjahr. So werde mit einem Umsatz zwischen 800 und 850 Millionen Euro gerechnet. Rund 80 Prozent davon seien durch den bereits erzielten Umsatz sowie den Auftragsbestand gedeckt. Im besten Falle sei von einem ausgeglichenen EBIT-Ergebnis für das laufende Jahr auszugehen. Im schlechtesten Szenario rechnet der SMA-Vorstand mit einem EBIT-Verlust von 25 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)


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