SMA übertrifft Prognose

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für den Wechselrichter-Hersteller glänzend. Ein Grund war die außergewöhnlich hohe Nachfrage auf dem deutschen Photovoltaik-Markt.

Wechselrichter von SMA

SMA hat seinen Wechselrichter-Absatz weiter kräftig steigern können
Foto: SMA Solar Technology AG

Die SMA Solar Technology AG hat im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz um 37 Prozent auf 934 Millionen Euro steigern können. Er habe damit über der Prognose von 850 bis 900 Millionen Euro gelegen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Dabei habe der Hersteller insgesamt 3,4 Gigawatt Wechselrichter-Leistung verkauft. Dies sei mehr als 50 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Seine Position als Weltmarktführer bei Solar-Wechselrichtern hat SMA nach eigenen Angaben damit stärken können. Das Unternehmen habe seinen globalen Marktanteil von 38 auf mehr als 40 Prozent steigern können.
Der starke Preisverfall bei Solarmodulen habe im zweiten Halbjahr zu einem außergewöhnlichen Anstieg der Nachfrage auf dem deutschen Photovoltaik-Markt geführt. Allein im vierten Quartal 2009 habe SMA 1415 Megawatt Wechselrichter-Leistung absetzen können. Außerdem erhöhte der Hersteller seine Kapazitäten am Standort Niesetal auf mehr als fünf Gigawatt. SMA rechne auch weiterhin mit einem starken Wachstum des weltweiten Photovoltaik-Marktes. Daher würden die Produktionskapazitäten des Unternehmens bereits seit einigen Monaten erweitert. Der Kapazitätsausbau auf insgesamt elf Gigawatt Jahresleistung solle in Kürze angeschlossen sein. Den derzeit bestehenden Engpass begründet SMA vor allem mit Lieferschwierigkeiten von Seiten der Halbleiterindustrie, deren Kapazitäten nicht in derselben Geschwindigkeit mitgewachsen seien. Nach Angaben des Wechselrichter-Herstellers wird sich die Situation aber zu Beginn des zweiten Halbjahres entspannen. Dann will SMA auch die zusätzlich geschaffenen Kapazitäten voll nutzen können, wie es weiter hieß.
Im ersten Quartal habe die hohe Nachfrage nach Photovoltaik-Wechselrichtern weiter angehalten. Das Unternehmen geht von einem Umsatz zwischen 310 und 330 Millionen Euro in den ersten drei Monaten aus. Im Vergleichzeitraum des Vorjahres lag er bei 86,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand weiterhin davon aus, dass SMA in diesem Jahr die Milliardengrenze knacken wird. Es wurde die Prognose eines Umsatzes zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro für 2010 nochmals bestätigt.

Höhere Dividende

SMA konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch sein EBIT-Ergebnis von 167,4 auf 228 Millionen Euro steigern. Die EBIT-Marge lag etwa auf dem Niveau von 2008 und erreichte 24,4 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung die Ausschüttung einer um 30 Prozent höhere Dividende von 1,30 Euro je Aktie vorschlagen. Trotz der guten Zahlen verlor die Aktie von SMA am Mittag leicht an Wert. (Sandra Enkhardt)


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