Shunfeng nach Einkaufstour mit Umsatz- und Gewinnsprung

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der chinesische Photovoltaik-Konzern hat 2014 seinen Umsatz um fast 276 Prozent steigern können. Im vergangenen Jahr hatte Shunfeng unter anderen die insolventen Konkurrenten Wuxi Suntech und SAG Solarstrom übernommen.

Solarpark von SAG Solarstrom in Italien

Mit der Übernahme von SAG Solarstrom hat sich Shunfeng weiteres Know-how im Bereich der Projektierung, aber auch dem Betrieb und der Wartung von Solarparks gesichert.
Foto: SAG Solarstrom

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Shunfeng International Clean Energy Limited ihren Umsatz um 275,6 Prozent auf 5745.9 Millionen Renminbi steigern können. Das sind umgerechnet mehr als 850 Millionen Euro. Den Bruttogewinn konnte das chinesische Photovoltaik-Unternehmen sogar um 741 Prozent auf fast 166 Millionen Euro steigern. Auch der Nettoerlös wuchs kräftig auf über 193 Millionen Euro an. Für das starke Wachstum gibt es verschiedene Gründe. So konnte Shunfeng nach der Übernahme des insolventen Konkurrenten Wuxi Suntech im April 2014 sein Absatzvolumen von Photovoltaik-Produkten um 160 Prozent auf 3238, Megawatt steigern, was sich erheblich auf den Umsatz ausgewirkt habe. Zudem sorgten die 2013 und 2014 installierten Photovoltaik-Kraftwerke für ein erhebliches Einkommensplus. Die insgesamt installierte Photovoltaik-Leistung beziffert Shunfeng mit knapp 608 Megawatt.

Im November 2014 hatte das Unternehmen seinen Namen hin zu Shunfeng International Clean Energy Limited geändert. Dies soll zeigen, dass sich die Gruppe nicht mehr nur auf den Photovoltaik-Sektor konzentrieren will, sondern sich als Konzern für saubere Energie positionieren will. So hat Shunfeng auch in diese Richtung im vergangenen Jahr große Anstrengungen unternommen. Zugleich war es aber auch im Photovoltaik-Sektor massiv auf Einkaufstour. Den Anfang machte dabei die Übernahme des wesentlich größeren Konkurrenten Wuxi Suntech aus der Insolvenz. Es folgten in den kommenden Monaten eine Übernahme eines 30-prozentigen Anteils an dem Speicherhersteller Powin Energy und die Übernahme der insolventen SAG Solarstrom. Die Transaktion des deutschen Photovoltaik-Unternehmens umfasste auch die Tochtergesellschaft Meteocontrol. Damit hat sich Shunfeng umfangreiches Know-how im Bereich der Projektierung und Planung sowie den Betrieb und die Wartung von Solarparks sichern können. Seit Jahresbeginn baut Shunfeng nun auch die Geschäftsbereiche außerhalb der Photovoltaik weiter aus. (Sandra Enkhardt)


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