See you in China?

Kategorie: Meinung Karl-Heinz Remmers

Das Team von pv magazine und der Solarpraxis AG ist ab Freitag (24. April) auf dem Weg nach Shanghai zur SNEC. Diese Messe ist für Asien, was für Deutschland die Intersolar Europe in München ist. Beide Messen liefern sich auch einen harten Wettbewerb um die Bezeichnung "größte Solarmesse der Welt".

Ich sehe das etwas anders, denn mittlerweile sind es Leitmessen für verschiedene Welten. Die eine westlich-europäisch; die andere chinesisch-asiatisch. Mit natürlich vielen Überlappungen, aber dann auch doch vielen sehr unterschiedlichen Themen und Blicken auf die Welt.

Die Analysten der Deutschen Bank sehen China nach letzten Meldungen bei einem Markt von gegebenenfalls 20 Gigawatt neu installierter Leistung in diesem Jahr. Führende Branchenvertreter halten das für realistisch, es wird alleine für das erste Quartal von fünf bis sechs Gigawatt neu installierter Leistung in China gesprochen. Deutlicher kann man nicht mehr aufzeigen, wie anders nun die Photovoltaik-Welten geworden sind. Europa wird in diesem Jahr insgesamt vielleicht 6 Gigawatt schaffen und war doch vor wenigen Jahren noch der mit Abstand größte Markt der Welt.

Nun wird Europa in den kommenden Jahren sicher wieder wachsen, aber es gibt China/Japan/Asien; Europa und die USA. Dazu noch all die neuen Märkte und auch ein selbstbewusstes Indien mit sicher auch ganz eigenen Regeln und großem Wachstum.

Ich schreibe das auch auf der deutschen Website, weil es mir wichtig ist, dass hier nicht nur die Branchen, sondern auch gerade die breitere Öffentlichkeit sieht, mit welchem Tempo international die Photovoltaik ausgebaut wird. Es ist wichtig, eindeutig festzuhalten: China setzt im eigenen Land auf Ausbau und Belieferung. Massiver denn je und mit schnell wachsender Qualität.

Deutschland und die Europäische Union sollen sich daran ein Beispiel nehmen und neben dem Ausbau der installierten Leistung auch schnell entscheiden, welche Teile der Photovoltaik-Wertschöpfungskette hier sein sollen.

Dazu gehören entschlossene Maßnahmen in Anwendung und Industrie - und nicht die unsäglichen und angesichts der Installationszahlen innerhalb von China immer absurder wirkenden Handelsbarrieren.

pv magazine mit seinen internationalen Ausgaben und der parallelen Ausgaben in China kann sich mittlerweile mit Fug und Recht als die international führende Fachzeitschrift/Webplattform der Photovoltaik-Industrie bezeichnen. Dank Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, steigen die Klickraten auf unseren Websites von Monat zu Monat und die Hefte sind auf den Messen oft schon am zweiten Tag vergriffen.

Wir sehen das als großen Ansporn, im dauernden Wandel der Solarbranche weiter den objektiven Fachjournalismus zu liefern, für die wir als Macher der pv magazine und weiterer Medien nun schon 17 Jahre bekannt sind.

Auf der SNEC haben wir in diesem Jahr einen sehr großen Stand gemeinsam mit der Messe. Dieser richtet sich an die Führungskräfte der Industrie und bietet diesen unter dem Namen "The Executive Club" einen exklusiven Ort für Meetings oder auch einen Rückzugsraum. So Sie auf die Messe kommen melden Sie sich doch bitte unter http://www.theexecutiveclub.de/ an.

Ich freue mich jedes Mal auf den Perspektivwechsel, der mit dieser SNEC-Woche in China einhergeht - in allen positiven und negativen Belangen. Denn es lohnt sich mehr denn je zu sehen, wie sich die unterschiedlichen Photovoltaik-Welten entwickeln. Einmal mehr werde ich dabei aber auch für einen internationalen PV-Verband werben. Denn international brauchen wir mehr Kraft, vielmehr.

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