Schott Solar schließt Werk in Tschechien

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Bereits bis Ende August will der Photovoltaik-Hersteller seine Produktion im Nachbarland herunterfahren. Zuvor gab Schott Solar bereits bekannt, sich aus der kristallinen Photovoltaik bis Jahresende komplett zurückziehen zu wollen.

Solarpark von Schott in Ilfeld

Die Photovoltaik-Projekte will Schott Solar künftig mit Dünnschichtmodulen realisieren
Foto: Schott Solar

Schott Solar wird seine Fertigung kristalliner Photovoltaik-Produkte in Tschechien bis Ende August schließen. Der Großteil der rund 500 Mitarbeiter werde seinen Job verlieren, bestätigte eine Sprecherin des Photovoltaik-Herstellers der Nachrichtenagentur dpa. Auch in Deutschland wird Schott Solar Arbeitsplätze abbauen. In Mainz und Alzenau werden wegen des Rückzugs aus der Produktion kristalliner Module und Zellen rund 220 Beschäftigte ihren Job verlieren; weltweit werden 870 Stellen gestrichen.

Schott Solar als Unternehmen soll aber bestehen bleiben, wie Sprecherin Christina Rettig auf Anfrage der photovoltaik. Die Entscheidung für den kompletten Rückzug aus der kristallinen Photovoltaik sei auf einer Aufsichtsratssitzung Ende Juni gefallen. Hintergrund sei die dramatisch verschlechterte Situation auf dem Markt, der von Preisverfall und Überkapazitäten geprägt sei. Die Dünnschichtfertigung am Standort Jena werde weiter fortgeführt. Die Projektpipeline wolle Schott Solar künftig mit seiner Dünnschichtproduktion abdecken, so Rettig weiter. Außerdem setzt Schott Solar auch die Fertigung von Receivern fort und erhält die Tochter Schott Solar CSP. (Sandra Enkhardt)


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