RWE mit stark gesunkenem Nettoergebnis

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die Erneuerbaren-Sparte des Konzerns konnte zulegen. Insgesamt drückt bei dem Essener Energiekonzern das konventionelle Energiegeschäft auf das Ergebnis.

RWE-Kraftwerk Neurath


Foto: RWE

Nach Eon hat nun auch RWE seine Quartalszahlen vorgelegt. Dabei zeigt sich, dass der Essener Konzern vor allem auf die neue Energiewelt hofft. „RWE Innogy startet jetzt richtig durch. Was vor drei Jahren noch ein zartes Pflänzchen war, ist heute ein Erfolgsmodell“, sagte Peter Terium, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, mit Blick auf die Tochter für das Erneuerbaren-Geschäft. „Der Erfolg von Innogy ist Ansporn und Ziel zugleich für unsere anderen innovativen Geschäftsmodelle“, so Terium weiter. Dennoch kann das Erneuerbaren-Geschäft die Defizite durch die konventionelle Erzeugung noch nicht ausgleichen.

In den ersten neun Monaten ist das EBITDA-Ergebnis um sechs Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken und das betriebliche Ergebnis um neun Prozent auf 2,6 Milliarden Euro, wie RWE am Donnerstag mitteilte. Ausschlaggebend dafür sei der preisbedingte Margenrückgang in der konventionellen Stromerzeugung gewesen. Das bereinigte Nettoergebnis in den ersten neun Monaten sei um 29 Prozent auf 545 Millionen Euro gesunken, wofür neben der verschlechterten operativen Ertragslage auch eine erhöhte Steuerquote beigetragen habe. Der Außenumsatz sei geringfügig auf 35,4 Milliarden Euro gestiegen. Nach Vorlage der Zahlen verlor die Aktie bis zum Nachmittag rund zehn Prozent an Wert.

Seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigte RWE. So werde ein EBITDA-Ergebnis zwischen 6,1 und 6,4 Milliarden Euro und ein betriebliches Ergebnis zwischen 3,6 und 3,9 Milliarden Euro angestrebt. Beim Nettoergebnis gab sich der Energiekonzern allerdings zurückhaltend. So werde die bislang angegebene Bandbreite zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden Euro voraussichtlich nur knapp erreicht. Ähnlich wie Eon hat RWE aber seine Nettoverschuldung etwas zurückfahren können. Sie sank gegenüber dem Jahresende von 31,0 auf 25,8 Milliarden Euro, wobei hauptsächlich der Verkauf von RWE Dea mit 5,3 Milliarden Euro zu Buche geschlagen habe. (Sandra Enkhardt)


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