Roth & Rau unter Druck

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Wegen der voraussichtlichen Zahlungsunfähigkeit eines US-Solarzellenherstellers muss der deutsche Photovoltaik-Zulieferer seine Prognosen anpassen. Roth & Rau hatte erst jüngst Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt, um Kosten einzusparen.

Hauptsitz von Roth & Rau

Die schlechten Nachrichten von Roth & Rau reißen nicht ab
Foto: Roth & Rau AG

Die Roth & Rau AG wird seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr wegen einer außerplanmäßigen Wertberichtigung wohl verfehlen. Wegen der überraschenden Ankündigung der US-Solarzellenherstellers Spectra Watt Inc, den Geschäftsbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen im ersten Quartal 2011 einzustellen, bestehe voraussichtlich zum 31. Dezember 2010 ein „außerplanmäßiger Abwertungsbedarf“ in Höhe von etwa 12,5 Millionen Euro, teilte der Photovoltaik-Zulieferer aus Sachsen mit. Spectra Watt sei Kunden von Roth & Rau. Es sei zu befürchten, dass Spectra Watt mit der Einstellung des Geschäftsbetriebs zahlungsunfähig werde. Vor diesem Hintergrund werde Roth & Rau seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr nicht erreichen. Nach „eingehender Analyse“ will der Vorstand eine „angepasste Prognose“ veröffentlichen. Nach dieser Ankündigung brach der Aktienkurs deutlich ein.

Erst Mitte Dezember hatte der Photovoltaik-Maschinenbauer ein Kosten- und Strukturoptimierungsprogramm angekündigt. Bis Ende kommenden Jahres sollen in diesem Zuge strategische Geschäftsfelder geschaffen und die verschiedenen Turnkey-Aktivitäten zusammengefasst werden. Außerdem sollen die Fertigungskosten gesenkt werden sowie im Bereich Forschung und Entwicklung gespart werden. (Sandra Enkhardt)


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