REC Solar mit weniger Umsatz und Gewinn im dritten Quartal

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Photovoltaik-Hersteller konnte wegen der schwächeren Nachfrage in Europa weniger absetzen. Dennoch konnte REC Solar in den vergangenen Monaten mehrere langfristige Lieferverträge für den US-Markt abschließen.

Dachanlage auf einer niederländischen Brauerei von REC Solar

Die Nachfrage in Europa war im dritten Quartal schwächer als erwartet.
Foto: REC Solar

REC Solar ASA hat seine Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz des Photovoltaik-Herstellers ist demnach um 15 Prozent auf 149 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorquartal gesunken. Er lag auch leicht unter dem Ergebnis des dritten Quartals 2013. Noch stärker als der Umsatz ist das EBITDA-Ergebnis zurückgegangen, wie aus der Veröffentlichung hervorgeht. Es lag bei 15 Millionen US-Dollar und damit 29 Prozent unter dem des Vorquartals, allerdings deutlich über dem Abschluss des 3. Quartals 2013. „RECs drittes Quartal 2014 war beeinflusst von einem saisonalen Rückgang in Europa, leicht schlechteren Marktbedingungen in Japan und großen Aktivitäten auf dem US-Markt“, erklärte Vorstandschef Martin Cooper. Mit seiner neuen Modulserie sei REC Solar dabei sehr erfolgreich in den USA. Es seien bereits mit verschiedenen großen Photovoltaik-Anbietern vor Ort Verträge geschlossen worden, darunter mit Recurrent Energy, Solarcity und Sunrun.

Derzeit laufe der Ausbau der Modulfertigung im Werk in Singapur nach Plan. Bis zum Jahresende solle die Modulkapazität auf rund 1 Gigawatt gesteigert sein. Bis Ende 2015 ist ein weiteren Ausbau der integrierten Fertigung geplant. REC Solar habe dabei weiterhin die Senkung seiner Herstellungskosten fest im Blick. Gegenüber dem zweiten Quartal seien sie um einen weiteren US-Dollarcent je Wattpeak gesenkt worden. Der Verkaufspreis für Module von REC habe sich im dritten Quartal um 2,2 Prozent verringert. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Solarmodule weltweit sei vom zweiten auf das dritte Quartal sogar um 4,6 Prozent gefallen. Dabei hätten neben Wechselkursen auch die anhaltenden Photovoltaik-Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China einen Einfluss auf die Preisbildung und den Anbietermarkt, heißt es bei REC Solar weiter.

Der Hersteller setzt große Hoffnungen in den US-Photovoltaik-Markt. Im dritten Quartal habe der Absatz von REC-Solarmodulen dort bei 34 Megawatt gelegen. Dies solle sich in der Zukunft deutlich steigern. So habe das Unternehmen mit Sunrun einen Liefervertrag über 50 Megawatt, mit Solarcity über 220 Megawatt und zuletzt noch mit Recurrent Energy über 300 Megawatt geschlossen. Diesen gab REC Solar ebenfalls am Donnerstag bekannt. Es sei vorgesehen, dass der Hersteller Module seiner Peak Energy 72 Serie zu einem festen Preis zwischen dem ersten Quartal 2015 und dem zweiten Quartal 2016 liefere. Hinzu kämen weitere Verträge, so dass REC in den kommenden Monaten Solarmodule mit rund 685 Megawatt in die USA liefern werde, davon rund 530 Megawatt im kommenden Jahr.

Für das vierte Quartal erwartet der Hersteller zudem nochmals eine höhere Nachfrage aus Großbritannien. Insgesamt habe REC Solar im dritten Quartal 112 Megawatt in Europa abgesetzt, wobei vor allem Großbritannien und Deutschland die wichtigsten Märkte gewesen seien. Im 4. Quartal rechne REC Solar mit einem 40 Prozent höheren Absatz in Europa. In Japan habe vor allem der gestiegene Wettbewerb sowie unvorteilhafte Wechselkurse das Geschäft beeinflusst. REC wolle sich in Japan künftig stärker auf das Geschäft mit privaten und gewerblichen Dachanlagen in Japan konzentrieren, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)


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