REC erwägt endgültige Stilllegung von Produktionslinien

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die anhaltend schwache Nachfrage auf den Photovoltaik-Märkten macht dem Unternehmen zu schaffen. Die vorübergehend stillgelegten Produktionslinien in Norwegen werden voraussichtlich nicht mehr hochgefahren.

REC-Modulfabrik

REC wird große Teile seiner Produktion in Norwegen stilllegen
Foto: REC

Die Renewable Energy Corp. ASA (REC) erwägt, Teile ihrer Produktion in Norwegen dauerhaft stillzulegen. Dazu werde es demnächst Beratungen mit den Arbeitnehmervertretern geben, kündigte der Vorstand des Photovoltaik-Unternehmens an. Eine endgültige Entscheidung solle in den kommenden zwei Monaten getroffen werden, erklärte REC-Sprecher Mikkel Torud auf Anfrage. Die dauerhafte Stilllegung betreffe die älteste Waferproduktion in Heroya. In diesem Werk seien bereits zwei der vier Produktionslinien momentan stillgelegt. Zudem seien die Waferfertigung in Glomfjord und die Solarzellenproduktion in Narvik in die Erwägungen einbezogen. Insgesamt erwäge REC 775 Megawatt Wafer- und 180 Megawatt Solarzellen- Fertigungskapazität in Norwegen dauerhaft einzustellen, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Rund 700 Mitarbeiter seien davon betroffen. 

Die Erwägungen seien der weiterhin schwachen Nachfrage auf den Photovoltaik-Unternehmen geschuldet sowie den zu erwartenden negativen Auswirkungen auf die Bilanz von REC, hieß es weiter. Das Photovoltaik-Unternehmen arbeite derzeit intensiv daran, die Produktion zu optimieren und Kosten zu senken. Es sei ein „unglücklicher, aber notwendiger Schritt im aktuellen Marktumfeld“, erklärte Ole Enger, Vorstandschef von REC. Das Unternehmen sei sich über die Auswirkungen auf die Mitarbeiter und die Gemeinden in Norwegen bewusst und nehme dies nicht wir nicht auf die leichte Schulter. REC will die Auswirkungen der Schließung auf seine Geschäftsbilanzen mit den Ergebnissen für das 3. Quartal veröffentlichen. Noch stehe nicht fest, was mit dem Produktionsequipment der stillgelegten Linien passieren soll, sagte Torud.

Die integrierte Produktion von Wafern, Solarzellen und –modulen in Singapur sowie die Siliziumproduktion in den USA seien von den Plänen nicht betroffen. Diese liefen weiter unter Volllast, erklärte das Unternehmen aus Norwegen weiter.  (Sandra Enkhardt)


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