Q-Cells weiter im Minus

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Das Photovoltaik-Unternehmen konnte zwar seinen Absatz im Vergleich zum Vorquartal nicht steigern und verbuchte aber einen geringeren Verlust. Die Warnung, die Wandelanleihe nicht fristgerecht zurückzahlen zu können, wurde erneuert. Finanzvorstand Marion Helmes verlässt Q-Cells.

Q-Cells-Solarpark in Finsterwalde

Q-Cells setzt seine Hoffnungen in die noch ausstehenden Großprojekte in diesem Jahr
Foto: Q-Cells SE

Q-Cells SE hat im dritten Quartal einen Umsatz von 228,8 Millionen Euro erreicht. Dies sei weniger als im Vorquartal, als das Photovoltaik-Unternehmen von der Realisierung eines Großprojekts profitiert habe, hieß es in der offiziellen Mitteilung. In den ersten neun Monaten habe Q-Cells damit einen Umsatz von knapp 670 Millionen Euro erreicht. Für das Gesamtjahr werde weiterhin ein Umsatz von einer Milliarde Euro angestrebt, teilte Q-Cells mit. Der Vorstand bestätigte diese Ziel angesichts noch ausstehender Großprojekte bis zum Jahresende.

Auch im dritten Quartal hat Q-Cells weiter mit operativen Verlusten zu kämpfen, konnte diese aber im Vergleich zum Vorquartal als sie bei mehr als 300 Millionen Euro lagen, eingrenzen. So habe das EBIT-Ergebnis im dritten Quartal 2011 bei -47,3 Millionen Euro gelegen. Gründe dafür seien der anhaltende Preisverfall sowie die Unterauslastung der Produktionskapazitäten und Sonderaufwendungen für das im August angestoßene Maßnahmenpaket, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Die Maßnahmen seien die Folge des äußerst schwachen ersten Halbjahres und in Erwartung eines wettbewerbsintensiven Jahres 2012. Sie umfassten Kapazitätsanpassungen wie die Stilllegung alter Produktionslinien in Deutschland sowie die Verschlankung der Organisationsstrukturen. Bislang hätten rund 250 Mitarbeiter das Photovoltaik-Unternehmen verlassen, hieß es weiter. Dennoch gehe der Vorstand von einem dreistelligen Millionenverlust in diesem Geschäftsjahr aus. Erstmals habe es Q-Cells in diesem Jahr aber im dritten Quartal geschafft, einen positiven Free Cashflow von 41,9 Millionen Euro aufzubauen.

Q-Cells warnte erneut seine Gläubiger, dass es die im Februar 2012 fällige Wandelanleihe vermutlich nicht fristgerecht zurückzahlen könne. Nach der Wahl eines Sprechers auf einer eigens einberufenen Gläubigerversammlung Ende Oktober befinde sich das Unternehmen bereits in Verhandlungen über eine mögliche Verlängerung der Zahlungsfrist. Mit der Prüfung möglicher Optionen hat Q-Cells sei die Investmentbank Houlihan Lokey beauftragt worden, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Zudem werde derzeit die mittelfristige Geschäftsplanung durch eine Unternehmensberatung validiert. Dies solle bis Ende November abgeschlossen sein, hieß es weiter.

Mit den Quartalszahlen gab Q-Cells zudem bekannt, dass Finanzvorstand Marion Helmes das Photovoltaik-Unternehmen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung verlassen werde. Der Aufsichtsrat habe beschlossen, den Vorstand neu zu ordnen und auf zwei Mitglieder zu konzentrieren. So werde Vorstandschef Nedim Cen zusätzlich die Aufgaben als Finanzvorstand übernehmen. Andreas von Zitzewitz sei künftig neben den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung zusätzlich für Marketing und Vertrieb verantwortlich. Diese Ressorts lagen bisher bei Cen. (Sandra Enkhardt)


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