Q-Cells-Gläubiger erhalten weitere Abschlagszahlung

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die endgültige Insolvenzquote für die Gläubiger des Photovoltaik-Unternehmens könnte nach derzeitigen Erwartungen über 25 Prozent liegen. Auf einer Gläubigerversammlung präsentierte der Insolvenzverwalter Henning Schorisch nun seine Schlussrechnung bis Ende 2014.

Q-Cells-Firmensitz in Deutschland

Hanwha hatte Q-Cells damals aus der Insolvenz übernommen.
Foto: Hanwha Q-Cells

Im Insolvenzverfahren der Global PVQ SE – ehemals Q-Cells SE – fand am Donnerstag der Schlusstermin statt. Der Insolvenzverwalter Henning Schorisch erläuterte dabei die Schlussrechnung bis zum 31.12.2014, wie es hieß. Auf dieser Basis werde in den kommenden Monaten die Schlussverteilung erfolgen. Nach einer ersten Abschlagszahlung von 56,7 Millionen Euro im November 2013 können die Insolvenzgläubiger nun mit einer weiteren Ausschüttung in Höhe von rund 160 Millionen Euro rechnen. „Insolvenzgläubiger, die bisher keine Abschlagszahlung erhalten haben, erhalten im Rahmen der Schlussverteilung vorab einen entsprechenden Betrag, der sie mit den übrigen Insolvenzgläubigern gleichstellt“, teilte der Insolvenzverwalter nun mit. Er wolle auch noch ausstehende Vermögensgegenstände verwerten, deren Erlös dann an die Gläubiger verteilt werde. Nach den gegenwärtigen Erkenntnissen könnten die Gläubiger mit einer Insolvenzquote von mindestens 25 Prozent rechnen.

Gegenwärtig liefen noch Gerichtsverfahren zu Organhaftungs- und Anfechtungsansprüchen sowie wegen der Berücksichtigung von Insolvenzforderungen bei der Verteilung. Diese können bei entsprechendem Ausgang zu einer Erhöhung der Aktiva um bis zu 150 Millionen Euro und zu einer Minderung der Passivseite um bis zu 175 Millionen Euro führen. In der Folge würde sich die Insolvenzquote weiter erhöhen. In der Schlussrechnung zu Ende 2014 des Insolvenzverwalters belaufen sich die Gesamtaktiva auf rund 320 Millionen Euro, wie es weiter hieß. Auf der Passivseite stünden Insolvenzforderungen von 1764 Millionen Euro, wobei wegen Doppelanmeldungen von einer Reduktion um mindestens 433 Millionen Euro auszugehen sei. Die Masseverbindlichkeiten hätten sich zum Stichtag auf 54 Millionen Euro belaufen. Diese Zahlen seien vorläufig und bildeten lediglich einen Zwischenstand ab, so der Insolvenzverwalter. Die Höhe der endgültigen Insolvenzquote sei von verschiedenen Faktoren abhängig, die erst nach dem Bilanzstichtag feststünden. (Sandra Enkhardt)


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