Pufin Power will Siliziumwerk von Sunedison in Italien übernehmen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die italienische Gruppe hat einen Vorvertrag zur Übernahme der Produktionsanlagen von Sundedison in Meran abgeschlossen. Ab Januar will Pufin Power die Siliziumherstellung in dem Werk wieder aufnehmen.

Solland Solar Technologie

Solland Solar soll von der Siliziumproduktion in Meran profitieren.
Foto: Solland Solar

Pufin Power hat nach eigenen Angaben einen Vorvertrag zur Übernahme der Produktionsanlage zur Siliziumherstellung der Firma MEMC/Sunedison Semiconductor Company in Meran unterzeichnet. Mit der Übernahme decke die Pufin Power Group die vollständige Photovoltaik-Wertschöpfungskette ab, teilte das italienische Unternehmen mit. Der Industrieplan von Pufin Power sehe vor, dass die Produktion zum Jahresanfang 2015 wieder aufgenommen werde. Die vollständige Produktionskapazität solle dann im Juni 2015 wieder erreicht sein. Dann könnten in dem Werk wieder bis zu 230 Mitarbeiter tätig sein. Der jährliche Durchsatz von Silizium sollte dann bei etwa 4800 Tonnen liegen. Insgesamt würde die Pufin Power Group, zu der unter anderem auch Solland Solar gehört, würde mit der Übernahme über Werke in Italien, den Niederlanden, Deutschland und Frankreich verfügen und mehr als 600 Mitarbeiter beschäftigen, hieß es weiter. Der Industrieplan ist in der vergangenen Woche bereits dem Ministerium für Wirtschaftsentwicklung, der unabhängigen Bezirksvereinigung Bozen und den Gewerkschaften vorgestellt worden.

Sunedison hatte seine Fabrik zur Herstellung von Polysilizium in Meran Mitte Februar geschlossen. Dies geschah auf Grundlage eines bereits zum Jahrende 2011 angekündigten weltweiten Restrukturierungsplans des US-Photovoltaik-Unternehmens. Bereits damals war das Polysilizium-Werk in Italien stillgelegt worden. Wenn sich die Marktbedingungen kurzfristig änderten, könne das Werk wieder angefahren werden, ansonsten würden die 6000 Tonnen Jahreskapazität endgültig stillgelegt, hieß es damals bei dem Betreiber MEMC, der mittlerweile Teil des Sunedison-Konzerns ist. In den vergangenen zwei Jahren sei nun versucht worden, die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion zu steigern. Die erreichten Kostensenkungen seien aber nicht hoch genug, um die Anlagen angesichts der Rahmenbedingungen auf dem Photovoltaik-Markt weiter wirtschaftlich zu betreiben, hieß es noch Mitte Februar. Sunedion rechnete durch die Werkschließung mit finanziellen Belastungen von etwa 37 Millionen Euro. Nach Angaben von Pufin Power hatte der US-Konzern ursprünglich rund 250 Millionen Euro in den Bau des Werks investiert. (Sandra Enkhardt)


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