Prozess gegen Ex-Conergy-Manager soll nun doch beginnen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Am Mittwoch soll nach einem Medienbericht das Verfahren gegen die ehemaligen Vorstände und Aufsichtsräte des Photovoltaik-Unternehmens eröffnet werden. Ihnen wird wegen Marktmanipulation, Bilanzfälschung und Insiderhandel vorgeworfen.

Hamburger Landgericht

Knapp vier Jahre nach Anklageerhebung soll nun der Prozess vor dem Hamburger Landgericht beginnen.
Foto: Claus-Joachim Dickow/wikimedia

Knapp vier Jahre nach der Anklageerhebung könnte es nun doch noch zu einem Verfahren gegen die ehemalige Führungsriege von Conergy kommen. Für Mittwoch sei ein Termin vor dem Landgericht Hamburg gegen die vier Angeklagten angesetzt, berichtet die „BILD“-Zeitung (Montagausgabe). Die Hamburger Staatsanwaltschaft, die die Anklage bereits im Juli 2011 erhoben hat, wirft unter anderem Gründer und Ex-Vorstandschef Hans-Martin Rüter sowie Ex-Aufsichtsratschef Dieter Ammer Marktmanipulation, Bilanzfälschung und Insiderhandel in den Jahren 2006/2007 vor. Unter den Angeklagten müsste auch Ex-Vorstand Heiko Piossek sein. Eine Bestätigung des Prozesstermins war von Seiten der Staatsanwaltschaft zunächst nicht zu bekommen.

Rüter hat die Vorwürfe stets bestritten, wonach er mit Piossek die Aktionäre 2007 zu spät über die tatsächliche Ergebnislage informiert haben soll. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ging nach früheren Ermittlungen zudem davon aus, dass die Angeklagten Ende März 2007 Aktien mit einem Volumen von 35 Millionen Euro verkauft haben. Die Ermittler vermuten, dass sie zu diesem Zeitpunkt bereits über die Schieflage des Photovoltaik-Unternehmens informiert waren. (Sandra Enkhardt)


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