Polysilizium- und Waferkosten fallen 2014 weiter

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NPD Solarbuzz erwartet im kommenden Jahr ein neues Rekordtief für Polysilizium- und Waferpreise. Die großen Hersteller haben sich aber entsprechend positioniert, um angesichts einer steigenden weltweiten Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten profitieren zu können.

Entwicklung der Wafer- und Siliziumpreise von 2008 bis 2014

Die Preise liegen ein Drittel unter dem Niveau von 2008.
Grafik: NPD Solarbuzz

Die Analysten von NPD Solarbuzz rechnen damit, dass die durchschnittlichen Kosten für die Waferproduktion bei vertikal integrierten Photovoltaik-Herstellern im kommenden Jahr nochmals um sechs Prozent fallen werden. Damit könnte ein Rekordtiefstpreisniveau von 0,20 US-Dollar pro Watt erreicht werden. Seit 2008 seien die Kosten für die Waferherstellung – wobei sowohl Polysilizium- als auch Waferherstellung inbegriffen sind - bereits um mehr als 16 Prozent im Jahr gesunken. "Wafer kosten nur noch ein Drittel von dem, was sie vor fünf Jahren gekostet haben", sagt Charles Annis, Analyst und Vize-Präsident von NPD Solarbuzz. Durch den starken Preisverfall würden die Polysilizium- und Waferhersteller gezwungen, ihre Kosten immer weiter zu senken.

Die Polysilizium-Herstellung sei daher auch zunehmend in Regionen verlagert worden, die über niedrige Energiekosten verfügten. Auch die Siemens-Technologie werde vermehrt durch sogenannte FBR-Anlagen ersetzt, die weniger Energie verbrauchten und höhere Produktivität aufwiesen. Zahlreiche führende Polysilizium-Hersteller hätten darauf hingewiesen, dass sie mit der Siemens-Technik ihre Kosten unter 14 US-Dollar pro Kilogramm in den kommenden Jahren drücken könnten. Bei FBR-Anlagen werden in einigen Jahren wohl Kosten von weniger als 10 US-Dollar pro Kilogramm möglich sein, wie es weiter hieß. Zugleich würden Kosten auch dadurch reduziert, dass die Größe der multikristallinen Ingots steige.

Für die führenden Hersteller von Polysilizium und Wafern ist NPD Solarbuzz optimistisch, dass sie mit sinkenden Produktionskosten auch wieder auf eine steigende Profitabilität kommen werden. Zu den sogenannten Tier1-Herstellern werden GCL, Hemlock, OCI, REC Silicon, Sunedison, Tokuyama, and Wacker gezählt. Die Hoffnungen der Analysten gehen auch auf eine steigende Weltnachfrage nach Photovoltaik-Produkten zurück, die auf 45 bis 50 Gigawatt für das kommende Jahr geschätzt wird. Mit der steigenden Nachfrage dürften auch die Preise für Polysilizium und Wafer wieder etwas anziehen, heißt es bei NPD Solarbuzz weiter. (Sandra Enkhardt)


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