Photovoltaikforum startet Initiative

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

An der neuen Verordnung zur Nachrüstpflicht von Photovoltaik-Anlagen wegen der 50,2 Hertz-Problematik wird noch gearbeitet. Das Photovoltaikforum will nun verhindern, dass die Kosten für die Umrüstung bei den Betreibern von Photovoltaik-Bestandsanlagen hängen bleiben.

SMA-Wechselrichter

Wer muss die Kosten für die Nachrüstung tragen?
Foto: SMA Solar Technology AG

Derzeit arbeitet das Bundeswirtschaftsministerium an einer Verordnung, die die Nachrüstpflicht für Photovoltaik-Anlagen regeln soll, um deren gleichzeitiges Abschalten bei 50,2 Hertz künftig zu verhindern. Von einer entsprechenden Umrüstung werden voraussichtlich etwa 315.000 existierende Photovoltaik-Anlagen betroffen sein, wie aus einer Studie von Ecofys in Zusammenarbeit mit dem Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Uni Stuttgart hervorgeht. Demnach sollten alle Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als zehn Kilowatt, die nach dem 1. September 2005 ans Netz gegangen sind, sukzessive nachgerüstet werden.

Die Kosten belaufen sich die Kosten für die Änderung der Wechselrichter-Software auf 110 bis 220 Euro. Noch ungeklärt ist, wer diese Kosten übernehmen soll. Dies wird wohl erst mit der Verordnung Darüber konnten auch die sonst einigen Parteien – das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE/FNN), dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), Netzbetreiber und Wechselrichterhersteller - bislang keine Übereinstimmung erzielen. Diskutiert wird, ob die Anlagenbetreiber die Kosten tragen sollen oder die Umrüstung über die Netzentgelte finanziert werden könnte.

Nun hat das Photovoltaikforum eine Initiative gestartet, die verhindern soll, dass die Kosten auf die Betreiber der Photovoltaik-Anlagen abgewälzt werden. Dies dürfe nicht passieren, da die Betreiber beim Netzanschluss ihrer Anlagen die damals geltende VDE-Norm sowie den Richtlinien der Netzbetreiber befolgt hätten. Sie könnten daher nicht im Nachhinein zur Kasse gebeten werden. Nach dem Willen der Initiatoren des Photovoltaikforums sollten die Kosten entweder über das EEG oder die Netzentgelte umgelegt werden. Dabei sei eine Umlage auf die Netznutzungsentgelte zu präferieren. Dies würde auch dazu führen, dass der Anreiz für eine entsprechende Nachrüstung der Photovoltaik-Anlagen bei den Betreibern höher wäre, als wenn sie die Kosten alleine tragen müssten, heißt es weiter. Das Photovoltaikforum hat nun die Betreiber aufgerufen, Briefe an das Wirtschafts- und Umweltministerium sowie die Bundestagsabgeordneten und die Bundesnetzagentur zu schicken, um eine größere Aufmerksamkeit für die Problematik zu erreichen. (Sandra Enkhardt)

Mehr Informationen zur Initiative des Photovoltaikforums finden Sie hier.


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