Phoenix Solar will ins Modulgeschäft

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Nach einem Zeitungsbericht prüft das Photovoltaik-Unternehmen, ob es nicht künftig selbst Module fertigen und verkaufen sollte. Im ersten Halbjahr musste Phoenix Solar einen deutlichen Verlust verkraften.

Solarpark von Phoenix Solar in Frankreich

Phoenix Solar will bald selbst Module verkaufen
Foto: Phoenix Solar

Die Phoenix Solar AG will in das Geschäft mit Solarmodulen einsteigen. Nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe) will der Solarhändler und Projektierer nun selbst Photovoltaik-Module fertigen und unter eigenem Namen verkaufen. "Eine Eigenmarke kann Vorteile bieten", bestätigte Andreas Hänel, Vorstandschef von Phoenix Solar, den Bericht. "Wir haben für viele Hersteller Produkte in den Markt gebracht, aber nicht den vollen Lohn dafür bekommen." Der aktuelle Preisverfall mache jedoch die Einführung einer Eigenmarke schwer, so Hänel weiter.

Phoenix Solar hatte am Donnerstag seine Halbjahreszahlen präsentiert. Das Unternehmen habe sich trotz „eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds für die Solarbranche gut behauptet“. Der Umsatz im zweiten Quartal habe sich gegenüber dem Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Die Lagerbestände seien zudem abgebaut worden, teilte das Photovoltaik-Unternehmen weiter mit. Allerdings wirkten sich die hohen Lagerbestände im ersten Halbjahr auf das Ergebnis aus, da sie zu erheblichen Abwertungen führten. Gegenüber dem Vorjahr lag der Umsatz mit 108,4 Millionen Euro im zweiten Quartal allerdings um mehr als 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch das EBIT-Ergebnis verschlechterte sich erheblich. Im zweiten Quartal machte Phoenix Solar nach eigenen Angaben einen Verlust von 9,4 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr summierte sich das Minus auf 26,3 Millionen Euro. Im Vorjahr konnte das Photovoltaik-Unternehmen im ersten Halbjahr noch einen Gewinn von 27 Millionen Euro verbuchen. „Nach einem fast völligen Marktstillstand in Europa im ersten Quartal 2011, hat sich unser Geschäft wieder stabilisiert. Wir sind mit einer gut gefüllten Pipeline in das zweite Halbjahr gestartet und durch das konsequente Vorantreiben unserer Internationalisierung unabhängiger von der Entwicklung des deutschen Marktes geworden“, so das Fazit von Hänel. Im zweiten Halbjahr sei mit einer deutlichen Marktbelebung zu rechnen. Außerdem sei eine Jahresendrallye zu erwarten. Dennoch geht das Photovoltaik-Unternehmen für 2011 von einem leicht sinkenden Konzernumsatz aus. Eine Aussage zu den zu erwartenden Gewinnen oder Verlusten wollte der Vorstand wegen der noch bestehenden Marktunsicherheiten nicht treffen. Allerdings dürfte es schwierig werden, für 2011 noch ein positives Ergebnis zu erzielen, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)


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