Phoenix Solar und Centrotherm reduzieren Verluste

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Die beiden Photovoltaik-Unternehmen aus Deutschland haben eine schmerzhafte Neuausrichtung und Konsolidierung hinter sich. Erste Erfolge zeigen sich in den Bilanzen für das Geschäftsjahr 2013. Doch noch bleibt es bei Phoenix Solar und Centrotherm bei operativen Verlusten.

Dachanlage von Phoenix Solar in Singapur

Phoenix Solar konzentriert seine Geschäfte auf Wachstumsmärkte in Asien und die USA.
Foto: Phoenix Solar Pte Ltd.

Die Phoenix Solar AG hat ebenso wie die Centrotherm Photovoltaics ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlicht. Bei Phoenix Solar zeigten sich positive Wirkungen der strategischen Neuausrichtung, die mit einer Verlagerung des Fokus weg aus Deutschland hin zu Wachstumsmärkten in Asien und den USA einherging. Der Umsatz war 2013 um neun Prozent niedriger als im Jahr davor und erreichte 141,2 Millionen Euro, wie das bayerische Photovoltaik-Unternehmen nun mitteilte. Der Absatz von Photovoltaikanlagen und Solarmodulen sei um drei Prozent auf 126 Megawatt zurückgangen. Der inländische Anteil am Umsatz sei auf 11,8 Prozent weiter zurückgegangen und eine Konsequenz aus der Einstellung des Handels- und Projektgeschäfts in Deutschland. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe Phoenix Solar aber wesentlich verbessern können. Nach einem Verlust von knapp 32 Millionen Euro sei 2013 noch ein Minus von 1,4 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen. In diesem Ergebnis seien immerhin noch Aufwendungen aus der letzten Phase der Restrukturierung in Höhe von 1,9 Millionen Euro enthalten, hieß es weiter. Das Konzernergebnis bezifferte Phoenix Solar mit -10,7 Millionen Euro, nach einem Verlust von -37,3 Millionen Euro im Jahr davor.

Die Centrotherm Photovoltaics hat sich im Zuge eines Insolvenzverfahrens im vergangenen Jahr saniert. Die Umsätze zwischen Juni und Dezember 2013 hätten sich gegenüber dem Zeitraum 1. Oktober bis 31. Mai 2013 von 69,2 auf 119,4 Millionen Euro deutlich gesteigert, teilte das Photovoltaik-Unternehmen aus Blauberen mit. Zurückzuführen sei dies auf die Fertigstellung von größeren Projekten sowie Projektfortschritten für eine Polysiliziumfabrik in Katar. Die Exportquote habe bei mehr als 90 Prozent gelegen, wobei die größte Nachfrage aus Asien komme. Auch die Ergebnisse hätten sich weiter verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) sei allerdings immer noch negativ, da die Hersteller von Solarzellen kaum in neue Produktionsanlagen investierten. Centrotherm beziffert den EBITDA-Verlust mit 4,6 Millionen Euro nach -25,3 Millionen Euro im Berichtszeitraum davor. Das EBIT-Ergebnis habe bei -7,4 Millionen Euro gelegen, etwa vier Mal besser als zuvor. Der Konzernverlust habe sich von 77.4 auf 7,5 Millionen Euro reduziert.

Bei Phoenix Solar und Centrotherm blickt man zuversichtlich in die Zukunft. "Nach zwei Jahren mit hohen Verlusten haben wir das Jahr 2013 mit einem operativ fast ausgeglichenen Ergebnis und einem positiven Cashflow abgeschlossen. Noch besser also, als wir es uns vorgenommen hatten. Und das mit einem Umsatz, der nur bei knapp einem Viertel unseres besten Jahres 2010 lag. Nach dem radikalen Umbau des Jahres 2013 wird es nun entscheidend für den weiteren Fortschritt sein, dass unsere Tochtergesellschaften in den USA und Asien ihre Vertriebserfolge verstetigen und weiter wachsen. Wenn das gelingt, dann kann die Rückkehr in die Gewinnzone planmäßig gelingen", erklärte Phoenix-Solar-Vorstandschef Bernd Köhler. Für das laufende Geschäftsjahr wolle das Photovoltaik-Unternehmen einen Umsatzwachstum von etwa zehn Prozent erreichen. Das Ziel liege bei 150 bis 160 Millionen Euro bei einem Absatz von Photovoltaik-Produkten von 130 bis 140 Megawatt. Außerdem werde wieder ein positives EBIT-Ergebnis zwischen zwei und fünf Millionen Euro angestrebt. Centrotherm strebt für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 150 und 200 Millionen Euro bei einem möglichst ausgeglichenem Ergebnis an. Voraussetzung sei, dass der Ende 2013 in Taiwan eingesetzte Investitionszyklus in neue Produktionsanlagen für die Solarzellenherstellung weiter anhalte und auch neue Impulse aus China kämen. (Sandra Enkhardt)


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