Mehr Stromspeicher für Sachsen

Kategorie: Speicher und Netze, Topnews, Hintergrund

Seit Oktober werden Batteriespeicher für Strom aus erneuerbaren Energien in Sachsen mit bis zu 75 Prozent bezuschusst. Anbieter von Speichersystemen präsentieren nun Speichersysteme, die alle Voraussetzung für die maximal mögliche Förderung erfüllen.

Bleibatterie

Mit dem neuen Förderprogramm will Sachsen die Stromnetze entlasten und den Anstieg der EEG-Umlage bremsen.
Foto: Hoppecke Batterien

In Sachsen werden dezentrale Batteriespeicher, die Strom aus Erneuerbaren Energien speichern, seit dem 1. Oktober über das eigene Förderprogramm „Innovative dezentrale Stromerzeugung und -speicherung“ gefördert. Die Anschaffung solcher Speicher wird nun mit bis zu 75 Prozent gefördert. Die Förderung kann sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden, um selbst erzeugten Strom zum Beispiel aus Photovoltaikanlagen so weit wie möglich selbst zu verbrauchen. Förderanträge können seit Anfang Oktober bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank gestellt werden.

Die Förderung soll dazu beitragen, sowohl die Stromnetze zu entlasten und als auch den Anstieg der EEG-Umlage zu bremsen. Sven Morlok, Wirtschaftsminister in Sachsen, sagt, der Ausbau und die Förderung dezentraler Speicher- und Stromerzeugungstechnologien waren und sind eine wesentliche energiepolitische Forderung des Freistaats im Zusammenhang mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Für die Förderung der Batteriespeicher stellt das Land Sachsen in den Jahren 2013 und 2014 drei Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderhöhe schwankt zwischen 50 Prozent und 75 Prozent, je nach Art des Projekts. Wer gewährleistet, dass nur maximal 40 Prozent der Nennleistung der Stromerzeugungsanlage in das öffentliche Netz eingespeist werden, bekommt einen Förderzuschuss von 50 Prozent. Eine Förderung von 60 Prozent ist möglich, wenn zusätzlich alle geforderten Daten in Viertelstundenwerten erfasst und gespeichert werden. Eine 70-Prozent-Förderung gibt es für Betreiber, die die Messwerte in einem Fünf-Minuten-Rhythmus aufzeichnen und diese online Dritten zur Verfügung stellen. Wenn der Strom aus der Erneuerbare-energien-Anlage gar nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird, ist sogar eine Förderung von 75 Prozent möglich.

Zum Beginn der Förderung haben die Firmen Solarwatt und Juwi Speicherlösungen präsentiert, mit denen eine Förderung von bis zu 70 Prozent für eine Anlage mit Netzeinspeisung möglich ist. „Mit dem Solarwatt Speichersystem können unsere Kunden schon heute ihren Strompreis fixieren und sich damit unabhängig von steigenden Stromkosten bei gleichzeitiger Energiekostenreduzierung machen“, sagt zum Beispiel Solarwatt-CEO Detlef Neuhaus. Juwi gibt an, mit dem Speichersystem juwi Home Power nun eine gute Ergänzung zu einer Photovoltaikanlage oder auch einem Blockheizkraftwerk anbieten zu können, das Dank der attraktiven 70 Prozent-Förderung des Freistaats Sachsen nun noch wirtschaftlicher betrieben werden kann. (Mirco Sieg)


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