Lindner sägt am EEG

Kategorie: Politik und Gesellschaft, Topnews

Der Vorsitzende der Liberalen in Nordrhein-Westfalen will die Förderung der Erneuerbaren nicht mehr per EEG. Lindner plädiert für ein Quotenmodell für Wind, Photovoltaik und Biomasse.

Solarpark im Bau

Die FDP will Erneuerbare lieber über ein Quotenmodell fördern
Foto: Solarpraxis AG/A. Schlegel

Innerhalb der FDP herrschte in den vergangenen Wochen und Monaten nicht immer eitel Sonnenschein. Nur bei einem Thema scheinen sich die Liberalen absolut einig zu sein: Sie wollen das EEG in Deutschland abschaffen. Nach FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle hat nun auch Christian Lindner dafür plädiert, die Förderung der Erneuerbaren in Deutschland umzustellen.

Er forderte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Wochenende ein EEG-Ausstiegsgesetz. „Dabei geht es nicht darum, die Energiewende in Frage zu stellen. Aber die durch das EEG garantierte Vergütung in Verbindung mit dem Einspeisevorrang von alternativer Energie, das ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte Lindner. Dem Vorsitzenden der Liberalen in Nordrhein-Westfalen gehe es um „mehr Markt in der Energieerzeugung, um Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit“. Durch das EEG verliere konventionelle Energie an Marktfähigkeit, der Strom werde teuer und die Versorgung instabil, so Lindners Argumentation. „Sinnvoll wäre das von Rainer Brüderle vorgeschlagene Quotenmodell, um einen Effizienzwettbewerb zwischen Sonne, Wind und anderen Energieträgern zu schaffen“, sagte weiter. (Sandra Enkhardt)


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