LDK will Sunways übernehmen

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LDK Solar steigt mittels einer Kapitalerhöhung bei Sunways ein und will das Photovoltaik-Unternehmen übernehmen. Das Angebot muss noch behördlich genehmigt werden.

LDK hat ergeizige Ziele

Der chinesische integieret Hersteller LDK hat ehrgeizige Ziele
Foto: Wikipedia/Lennlin

Der chinesische integrierte Hersteller LDK Solar steigt mittels einer Kapitalerhöhung bei Sunways ein und will den Konstanzer Zellproduzenten übernehmen. LDK bietet den Aktionären von Sunways je Aktie 1,90 Euro. Das Angebot muss allerdings noch durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und das Bundeskartellamt genehmigt werden. Es soll voraussichtlich Ende Januar abgegeben werden, so Sunways. Die endgültigen Bedingungen und weitere Details des freiwilligen Übernahmeangebots werden nach der Genehmigung mitgeteilt.

Unabhängig davon hat sich LDK Solar durch eine Kapitalerhöhung mit rund 33 Prozent an Sunways beteiligt. Das chinesische Unternehmen zeichnet 5,79 Millionen Aktien der Konstanzer, davon knapp 1,16 Millionen gegen Zahlung von mehr als 2,2 Millionen Euro in bar. Die übrigens Aktien erwirbt LDK im Rahmen einer Sacheinlage. „Im Zusammenhang mit dem Einstieg der LDK Solar Germany Holding GmbH wurde heute zudem eine Aufhebungsvereinbarung im Hinblick auf den mit der LDK-Gruppe bestehenden Langzeitliefervertrag für Wafer abgeschlossen“, meldet Sunways. Beide Unternehmen haben eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 
LDK ist der größte Waferproduzent weltweit und voll integriert. Mit den Kauf von Bestsolar hat das Unternehmen 2010 schon Modulkapazitäten angekauft. Anfang vergangenen Jahres erwarb LDK einen Anteil von 70 Prozent des US-Unternehmens Solar Power, um den Downstreambereich zu stärken. Auf allen Wertschöpfungsketten sind die produzierten Mengen bedeutend. "Sie wollen der größte integrierte Solarkonzern werden" urteilt Stefan de Haan, Analyst beim Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli.

Sunways schrieb unter anderem wegen des Preisverfalls bei Solarmodulen im dritten Quartal hohe Verluste. Unterm Strich lagen sie bei 8,7 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 23,2 Millionen Euro, ein Rückgang von 60 Prozent. (William Vorsatz)


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