Kawa übernimmt Conergy in zwei Stufen

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Die Tochtergesellschaften des insolventen Hamburger Photovoltaik-Unternehmens in den USA, Kanada, Singapur und Thailand wird der Investor mit sofortiger Wirkung übernehmen. In einem zweiten Schritt wird Kawa dann bis spätestens Anfang Oktober die weiteren globalen Vertriebstöchter und die Marke „Conergy“ erwerben.

Conergy-Solarpark in den USA

Einige Vertriebsgesellschaften von Conergy, wie die in den USA, wird Kawa sofort übernehmen, um auch die Finanzierung von anstehenden Großprojekten zu sichern.
Foto: Conergy

Der Einstieg von Kawa Capital Management, Inc. stand schon kurz nach dem Insolvenzantrag der Conergy AG fest. Nun hat das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen die weiteren Details zur Übernahme der weltweiten Vertriebstöchter durch den US-Finanzinvestor veröffentlicht. Es werde einen zweistufigen Prozess geben. Mit sofortiger Wirkung übernehme Kawa die Vertriebstöchter in den USA, Kanada, Singapur und Thailand. Dies sei notwendig, da diese Tochtergesellschaften einen erhöhten Finanzierungsbedarf hätten, um vorliegende Aufträge für den Bau neuer Photovoltaik-Kraftwerke zu realisieren, teilte Conergy mit. In einem zweiten Schritt werde Kawa dann bis spätestens Anfang Oktober 2013 die weiteren globalen Vertriebseinheiten sowie die damit verbundenen Verwaltungs- und Managementstrukturen der Conergy AG übernehmen.

Derzeit werde „mit Hochdruck an den Vertragsdokumenten und dem Personalkonzept“ gearbeitet, sagte Kawa-Partner Andrew de Pass. Er bekräftigte auch den Willen des US-Finanzinvestors, die Übernahme schnellstmöglich abschließen zu wollen. Der bereits im Juli veröffentlichte Plan sieht vor, dass Kawa die nicht insolventen Vertriebs- und Servicegesellschaften mit weltweit rund 400 Mitarbeitern übernehmen wird. Von der insolventen Conergy AG mit den rund 200 Mitarbeitern wolle Kawa einen Großteil weiterbeschäftigen sowie die Marke „Conergy“ fortführen. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis Ende September gesichert.

Auch der vorläufige Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Verhandlungen. Parallel liefen viel versprechende Gespräche mit potenziellen Investoren für die Übernahme der Produktionstochtergesellschaften, die Conergy Solarmodule GmbH und die Mounting Systems GmbH. Anfang des Monats hieß es, dass es zahlreiche in- und ausländische Interessenten gebe. Zudem seien Beratungsfirmen engagiert worden, die die offizielle Investorensuche und den Verkaufsprozess übernehmen sollen. Der Verkauf soll nach den damaligen Erklärungen von Undritz ebenfalls bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. (Sandra Enkhardt)


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