Kaco baut neues Werk

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Der Wechselrichter-Hersteller will sein viertes Werk in Deutschland bauen. Die anhaltende Nachfrage auf dem Photovoltaik-Markt im In- und Ausland erfordert aus Sicht von Kaco den Ausbau der Produktion. Der Engpass bei Wechselrichtern ist immer noch vorhanden.

Fabrik von Kaco

Kaco baut seine Kapazitäten in Deutschland weiter aus
Foto: KACO/Thomas Klee

Die Kaco new energy GmbH kündigte wegen des anhaltenden Photovoltaik-Booms im In- und Ausland den Ausbau seiner Kapazitäten am Standort Neckarsulm an. Dazu solle eine neue skalierbare Fabrik entstehen, teilte der Wechselrichter-Hersteller mit. Die Spitzenkapazität der Kaco-Gruppe werde damit auf zehn Gigawatt wachsen. "Mit diesem inzwischen vierten Werk in Deutschland trotzen wir dem sich stetig verschärfenden Kostendruck", sagte Kaco-Geschäftsführer Ralf Hofmann. Wie die anderen Fabriken werden auch diese CO2-neutral arbeiten. Zum Investitionsrahmen für das modulare Gebäudekonzept haben die Gesellschafter Stillschweigen vereinbart, wie es weiter hieß.
Das Photovoltaik-Unternehmen habe sich trotz der politischen Unwägbarkeiten, die mit dem Kabinettsbeschluss zur Kürzung der Solarförderung entstanden seien, zu der Investition entschlossen. Kaco vertraue dabei auf Zusagen der Politik, sich für die Belange des Unternehmens stark zu machen. Demnach habe Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) bei einem Besuch zugesichert, dass die Investitionen im Land sicher seien. Zudem hoffe der Hersteller darauf, dass nach dem 1. Juli die Nachfrage in Deutschland nicht komplett zusammenbreche, sagte Kaco-Sprecher Andreas Schlumberger. Die Produktion in dem neuen Werk solle voraussichtlich noch in diesem Jahr anlaufen. Nach Angaben von Kaco erfordern auch die zunehmende Internationalisierung und die damit einhergehende Differenzierung der Produktpalette den Ausbau der Kapazitäten. Der Wechselrichter-Hersteller wolle künftig schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren können.

Weiter Lieferengpässe

Die Hersteller von Wechselrichtern hinken der großen Nachfrage noch immer hinterher. Ähnlich wie SMA geben wir für dieses Jahr keine Auftragsbestätigung aus, sagte Schlumberger weiter. Die Hersteller hätten bereits im vergangenen Jahr ihre Kapazitäten massiv ausgeweitet. Daher sei es für die Wechselrichter-Hersteller umso wichtiger, dass der deutsche Markt nach den geplanten Kürzungen der Photovoltaik-Förderung nicht komplett einbreche, so der Kaco-Sprecher. In Deutschland waren im vergangenen Jahr etwa die Hälfte der weltweit neu installierten Photovoltaik-Anlagen entstanden. (Sandra Enkhardt)


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