Juwi streicht weitere Stellen

Kategorie: Märkte und Trends, Topnews

Der Projektierer von Photovoltaik- und Windkraftanlagen wird seinen Konsolidierungskurs auch in diesem Jahr fortsetzen. Das Geschäft in Spanien will Juwi einstellen. Rund 80 Mitarbeiter würden bis zur Jahresmitte ihren Job verlieren.

Energielandschaft Morbach mit Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen.

Juwi will sich noch stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren.
Foto: juwi Gruppe

Der strategische Umbau der Juwi-Gruppe soll auch in diesem Jahr weitergehen. Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz wolle sich noch stärker auf das Projektentwicklungs- und EPC-Geschäft für erneuerbare Energien im In- und Ausland konzentrieren, teilte Juwi mit. Gleichzeitig sollen einige Geschäftsfelder in Kürze aufgeben oder ausgegliedert werden, die nur mit hohem finanziellen Aufwand kurz- oder mittelfristig am Markt zu etablieren wären. Damit sei auch ein weiteren Stellenabbau verbunden. Insgesamt werde Juwi in Deutschland rund 50 Stellen und im europäischen Ausland etwa 30 Stellen streichen, heißt es weiter. Es stehe bereits fest, dass die Geschäftstätigkeit in Spanien komplett aufgegeben werden. Die Mitarbeiter seien bereits im Dezember darüber informiert worden. Die Mitarbeiter sollen – soweit möglich – in anderen Bereichen des Unternehmen eingesetzt werden, wie Juwi-Personalvorstand Jochen Magerfleisch sagte. Allerdings gebe es zu den Kürzungplänen keine Alternative. Der Aufsichtsrat habe dem Stellenabbau schon zugestimmt. Die Umsetzungsdetails stünden aber noh unter Vorbehalt der arbeits- und gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen, hieß es weiter. „Diese Personalmaßnahmen sind leider notwendig, um als Unternehmen in einem energiepolitisch weltweit sehr volatilen Umfeld weiterhin wirtschaftlich stabil bleiben zu können“, sagte Magerfleisch.

Juwi will den strategischen Umbau des Unternehmens möglichst bis zur Jahresmitte abschließen. Dann werde sich das Unternehmen auf das Geschäftsfeld Projektentwicklung, was EPC und Offgrid-Systeme einschließe, in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Biomasse fokussieren. Allerdings solle es auch künftig ein nach Märkten differenziertes Angebot der Dienstleistungen geben, hieß es weiter.

Im Mai 2013 hatte Juwi den Rückzug aus dem Photovoltaik-Geschäft in Deutschland verkündet. Als Reaktion auf die negative Marktentwicklung wurde die Projektentwicklung von Solarparks hierzulande weitgehend auf Eis gelegt. Rund 40 Mitarbeiter in der Solarsparte von Juwi waren von der Entscheidung betroffen. Bereits im August 2012 hatte der Juwi-Vorstand angekündigt, sich künftig wieder stärker auf sein Kerngeschäft fokussieren zu wollen. Zu dem Zeitpunkt stellte Juwi die Installation von Photovoltaik-Dachanlagen in Deutschland ein und reduzierte die Solarsparte um rund 150 Mitarbeiter. Zum Jahresende gab das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl mit rund 1700 an, die in mehr als 15 Ländern für Juwi arbeiteten. (Sandra Enkhardt)


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